Krise im Nahen Osten

Kerosin wird knapp: Folgen für Flughafen Köln/Bonn?

Von t-online, dpa, pb, abr

Aktualisiert am 21.04.2026 – 07:22 UhrLesedauer: 2 Min.

Flugzeug am Flughafen Köln/Bonn (Archivbild): Der Nahost-Konflikt wirkt sich auf den Flugverkehr aus. (Quelle: Marc John/imago)

Auf der ganzen Welt wird das Kerosin knapp – sind Urlaubsflüge in Gefahr? Der Flughafen Köln/Bonn äußert sich zur aktuellen Krise.

Während asiatische Flughäfen wegen der weltweiten Kerosin-Knappheit zuletzt keine zusätzlichen Flüge mehr annahmen, meldet der Flughafen Köln/Bonn bislang keinerlei Einschränkungen.

„Der Flugbetrieb läuft planmäßig“, erklärte ein Sprecher des Flughafens der Kölner Lokalredaktion von t-online. Auf Einschränkungen bei der Kerosinversorgung gebe es „derzeit keine Hinweise“.

Für die Kerosinversorgung sind laut dem Sprecher nicht die Flughäfen selbst verantwortlich, sondern die Airlines sowie die von ihnen beauftragten Mineralöl- und Logistikunternehmen. Die Bewertung der Marktlage und künftiger Entwicklungen liege daher bei der Mineralölwirtschaft und den Fluggesellschaften.

Die Internationale Energieagentur (IEA) hatte in der vergangenen Woche gewarnt, dass Kerosin in Teilen Europas in den kommenden Wochen knapp werden könnte – als direkte Folge der angespannten Lage in der Straße von Hormus. „Mehrere europäische Länder könnten in den kommenden sechs Wochen einer beginnenden Knappheit von Kerosin gegenüberstehen“, teilte die in Paris ansässige Behörde mit. Entscheidend sei, in welchem Umfang es gelingt, ausgefallene Lieferungen aus dem Nahen Osten durch andere Importquellen zu ersetzen.

Auch der Luftverkehrsverband BDL hatte Alarm geschlagen: Hauptgeschäftsführer Joachim Lang warnte, der stockende Kerosin-Nachschub könne schon bald zu „spürbaren Einschnitten im Flugangebot“ führen. „Die Sommerreisesaison steht unmittelbar bevor, das Ökosystem Tourismus ist in der Hauptreise- und Geschäftszeit bei ein- und ausreisenden Touristen auf den Luftverkehr angewiesen“, so Lang.

Ein zusätzliches Problem: Wer von Europa aus nach Asien fliegt, braucht dort eine gesicherte Betankungsmöglichkeit für den Rückflug. „Wenn ein Flugzeug beispielsweise nach Asien aufbricht, muss man auch sicher sein können, dass es dort Betankungsmöglichkeiten gibt“, sagte ein Branchenvertreter der Nachrichtenagentur dpa.

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