„Holt ihn von da hinten weg“
Matthäus kritisiert Kimmich und Nagelsmann scharf
Aktualisiert am 26.06.2026 – 12:08 UhrLesedauer: 2 Min.
Nach dem 1:2 gegen Ecuador gerät DFB-Kapitän Joshua Kimmich in den Fokus. Lothar Matthäus übt scharfe Kritik und provoziert eine Grundsatzdebatte.
Nach der 1:2-Niederlage der deutschen Nationalmannschaft im abschließenden WM-Gruppenspiel gegen Ecuador hat Lothar Matthäus Kritik an DFB-Kapitän Joshua Kimmich geäußert.
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„Ich sehe Joshua nicht auf dem Platz, so wie ich ihn seit Jahren kenne“, sagte Matthäus bei „Bild“. „Er bemüht sich. Aber er ist nicht da, wo er sein soll. Er fehlt mir auf dem Platz, in einer Position, wo er mehr Einfluss hat“, so der Weltmeister von 1990. „Ich sehe ihn als Kapitän nicht von der Körpersprache und von der Positionierung als jemanden, der die Mannschaft führt und Einfluss nimmt, wenn es nicht so läuft. Von dieser Position aus schafft er das irgendwie nicht.“
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Im Gegenteil merkte Matthäus kritisch an: „Hinten dribbelt er sehr viel. In der elften Minute hat er den Ball verloren. Das hätte eigentlich eine Riesenchance gegeben“, die nur die Schiedsrichterin mit einer Fehlentscheidung noch verhindert habe.
Matthäus fordert neue Position für Kimmich
„Wenn ich seine Leistung bei Bayern München sehe und jetzt in der Nationalmannschaft, das ist ein riesengroßer Unterschied – leider in die falsche Richtung“, so Matthäus weiter. „Bei Bayern München ist Joshua Kimmich absolute Weltklasse. Jetzt ist er der Kapitän der Nationalmannschaft. Und irgendwo in einer Dreierreihe da hinten.“
Und das auch in Situationen, so Matthäus, „wenn der Gegner mit zehn Mann verteidigt. Da bewegt er sich da hinten und schlägt dann die langen Bälle nach vorne.“ Der Rekordnationalspieler hat da ganz andere Vorstellungen. „Ich erwarte von einem Spieler, der auf dieser Position spielt, auch eine gewisse Präsenz in der Offensive. Und das kann er auch“, sagte Matthäus, der auch gleich einen Lösungsvorschlag für Bundestrainer Julian Nagelsmann parat hatte.
