Neuer Bundestrainer

Dieser Sieg in Braunschweig wurde für Klopp zum Albtraum


Aktualisiert am 31.07.2026 – 19:34 UhrLesedauer: 3 Min.

Jürgen Klopp beschwert sich lautstark (Archivbild): In der Saison 2002/2003 verspielte Mainz den Aufstieg in Braunschweig.

Jürgen Klopp beschwert sich lautstark (Archivbild): In der Saison 2002/2003 verspielte Mainz den Aufstieg in Braunschweig. (Quelle: IMAGO / Team 2)

Jürgen Klopp ist neuer Bundestrainer. Einen seiner bittersten Momente als Coach erlebte er ausgerechnet nach einem Sieg in Braunschweig.

Der 1. FSV Mainz 05 gehört mittlerweile fest zur Bundesliga. Seit 2009 spielen die Rheinhessen ohne Unterbrechung im deutschen Oberhaus, in der Ewigen Tabelle stehen sie auf Rang 23. Im Frühjahr 2003 war der Verein davon noch weit entfernt. Mainz galt damals als ewiger Zweitligist und als „unaufsteigbar“. Zu diesem Ruf trug auch ein dramatischer Nachmittag in Braunschweig bei.

Am 34. Spieltag der Saison 2002/2003 standen sowohl Eintracht Braunschweig als auch Mainz 05 unter enormem Druck. Der BTSV benötigte im eigenen Stadion einen Sieg, um den Abstieg in die Regionalliga zu verhindern. Mainz musste ebenfalls gewinnen und zugleich einen Rückstand in der Tordifferenz auf Eintracht Frankfurt aufholen, um noch auf den dritten Aufstiegsplatz zu springen.

Mainz legt in Braunschweig furios los

Schon ein Jahr zuvor hatten die Mainzer den erstmaligen Aufstieg in die Bundesliga auf dramatische Weise verpasst. Nach einer 1:3-Niederlage bei Union Berlin am letzten Spieltag fiel die Mannschaft von Rang zwei auf Platz vier zurück. Nur ein Punkt hatte zum Aufstieg gefehlt.

Benjamin Auer (l.) schaut dem Ball auf dem Weg ins Tor nach (Archivbild): 2003 lag Mainz in Braunschweig lange auf Bundesliga-Kurs. (Quelle: IMAGO / Sämmer)

In Braunschweig wollte das Team von Jürgen Klopp ein ähnliches Ende unbedingt verhindern. Vor 23.500 Zuschauern überragte vor allem Benjamin Auer. Der Mainzer Stürmer erzielte vier Tore und brachte seine Mannschaft bis zur 61. Minute mit 4:0 in Führung. Zu diesem Zeitpunkt lag Mainz in der Blitztabelle tatsächlich vor Eintracht Frankfurt. Die Hessen spielten gegen den SSV Reutlingen 05 lediglich 3:3 und brauchten innerhalb der verbleibenden halben Stunde drei weitere Treffer.

Mit dem vermeintlich sicheren Vorsprung nahm Mainz etwas Tempo aus der Partie. Abdul Thiam traf in der 80. Minute zum 1:4 für die Braunschweiger. Dabei blieb es. Was Klopp und seine Spieler zu diesem Zeitpunkt noch nicht wussten: Der Gegentreffer sollte entscheidend werden.

Mainzer verfolgen das Drama am Radio

Das Spiel im Eintracht-Stadion war rund drei Minuten früher beendet als die Partie in Frankfurt. Die Mainzer versammelten sich nach dem Abpfiff auf dem Rasen und warteten auf die entscheidende Nachricht. Die Schlussminuten aus Frankfurt verfolgten sie am Radio.

Share.
Exit mobile version