„Frauen, Familien, alles war dabei“
Lothar Matthäus berichtet von Streit im DFB-Team
Aktualisiert am 30.06.2026 – 14:04 UhrLesedauer: 2 Min.
Schon wieder ist für Deutschland früh in einem großen Turnier Schluss. Lothar Matthäus sagt, wo er die Hauptprobleme sieht.
Lothar Matthäus sieht einen Grund für das frühe WM-Aus der deutschen Nationalmannschaft auch abseits des Platzes. Der Rekordnationalspieler kritisiert den Umgang mit den Familien der Spieler während des Turniers.
„Es gab viele Themen, die vielleicht wichtiger waren als das auf dem Fußballplatz“, sagte Matthäus der „Bild“. Vor allem die Einbindung der Angehörigen sieht der 65-Jährige kritisch. „Frauen, Familien, alles war dabei“, betonte er.
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„Ich weiß nicht, warum man jetzt schon von Anfang an die ganzen Familien dabei haben muss“, sagte Matthäus weiter. Nach seiner Einschätzung seien dadurch auch Reisemöglichkeiten und Hotelbuchungen zum Thema innerhalb der Mannschaft geworden. „Der eine war dann sauer auf den anderen, weil bei einem die Mama mitfliegen durfte und bei dem anderen durfte die Frau mitfliegen und die Kinder. Die anderen mussten dann mit der Linienmaschine fliegen“, erklärte Matthäus.
Interne Unruhe oft ein Grund für ein frühes Turnier-Aus
Der frühere Nationalspieler erinnerte zudem an die WM 1994 in den USA. Damals habe der Umgang mit den Familien der Spieler immer wieder Diskussionen innerhalb der Mannschaft ausgelöst. Es war zu Spannungen gekommen, nachdem einzelne Partnerinnen entgegen anderen Absprachen im Teamquartier erschienen waren.

Während dieses Turniers habe es Unruhe wegen unterschiedlicher Regelungen und der Präsenz von Familienmitgliedern gegeben. Als Titelverteidiger schied die DFB-Auswahl damals im Viertelfinale gegen Bulgarien aus.
Mit Blick auf das aktuelle Turnier zog Matthäus ein kritisches Fazit: „Im Endeffekt gab es doch viel Unruhe, die zwar nicht rübergekommen ist. Aber trotz alledem lag der Fokus einfach nicht auf dieser WM. Es war immer ein freier Familientag und noch ein freier Familientag. Die waren keine zwei Wochen in Amerika und schon waren wieder die ganzen Familien dabei. Die können im Viertelfinale einfliegen, wenn die Mannschaft was geleistet hat.“










