- Sjögren-Syndrom, eine Autoimmunerkrankung
- Multiple Sklerose
- Fibromyalgie, eine chronische Schmerzerkrankung
- Störungen der Schilddrüsenfunktion
- Diabetes mellitus
- Erkrankungen des Verdauungstrakts, etwa Refluxkrankheit, atrophische Gastritis (eine bestimmte Form der Magenschleimhautentzündung) oder Colitis ulcerosa
- Störungen von Leber und Galle
- Zöliakie
- bestimmte Krebsformen, etwa Morbus Hodgkin
- Knötchenflechte
- HIV-Infektion
Auch im Rahmen einer Corona-Infektion kann es zu Veränderungen an der Mundschleimhaut kommen, die unter anderem zu Zungenbrennen führen können.
Mehr wissen: Sjögren-Syndrom
Das Sjögren-Syndrom ist eine Autoimmunerkrankung, die zu den häufigsten krankheitsbedingten Ursachen von Lippen- und Zungenbrennen zählt. Mehr dazu lesen Sie hier.
Meist ist Lippen- oder Zungenbrennen nicht das einzige Anzeichen der jeweiligen Erkrankung, sondern nur eines von mehreren Symptomen.
Zungenbrennen durch Medikamente
Missempfindungen auf der Zunge können eine Nebenwirkung bestimmter Medikamente sein. Dazu zählen vor allem Antidepressiva oder Blutdrucksenker aus der Gruppe der ACE-Hemmer.
Zungenbrennen durch Nährstoffmangel
Zungenbrennen kann die Folge eines Vitaminmangels sein. Ein Beispiel ist ein Vitamin-B12-Mangel, der häufig die Folge einer veganen Ernährung ist. Auch eine gestörte Aufnahme von Vitamin B12 über den Verdauungstrakt – etwa durch bestimmte Erkrankungen oder nach einer Teilentfernung des Magens oder Darms – kann einen Mangel zur Folge haben. Hinzu kommt, dass manche Personengruppen einen erhöhten Bedarf haben. Dazu zählen Schwangere und Stillende.
Ein ausgeprägter Eisenmangel kann ebenfalls zu Zungenbrennen, eingerissenen Mundwinkeln und/oder entzündlichen Stellen im Mundraum (sogenannten Aphthen) führen. (Mehr zu den Symptomen eines Eisenmangels lesen Sie hier.)
Auch ein Mangel an Folsäure, Zink, Vitamin B2, Vitamin B3, Niacin oder Vitamin C kann eine Rolle spielen, wenn die Zunge brennt. Vor allem ältere Menschen sind häufiger davon betroffen.
Ausführliche Informationen zu Zungenbrennen und Vitaminmangel erhalten Sie in diesem Artikel.
Lippen- und Zungenbrennen durch psychische Einflüsse
Ein Lippen- oder Zungenbrennen kann psychische beziehungsweise psychiatrische Ursachen haben. Zum Beispiel kann es im Rahmen einer Depression oder einer Schizophrenie vorkommen.
Stress kann unter anderem Verspannungen im Mund- und Kieferbereich nach sich ziehen, was Zungenbrennen begünstigt. Zudem kann ein bereits bestehendes Zungenbrennen durch psychische Belastung verstärkt werden.
Lippen- und Zungenbrennen ärztlich abklären lassen
Lippen- und Zungenbrennen sollten ärztlich abgeklärt werden, wenn sie länger anhalten. Eine erste Anlaufstelle kann die hausärztliche Praxis, der Zahnarzt oder ein HNO-Arzt sein.
Der Arzt wird untersuchen, ob eine bestimmte Erkrankung, eine Allergie oder ein Nährstoffmangel hinter den Beschwerden steckt. Je nach vermuteter Ursache kann es nötig sein, Mediziner anderer Fachrichtungen aufzusuchen.










