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Home » Linnemann meldet sich nach Kabinettsberufung zu Wort
Politik

Linnemann meldet sich nach Kabinettsberufung zu Wort

MitarbeiterBy MitarbeiterJuli 25, 2026
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Linnemann meldet sich nach Kabinettsberufung zu Wort

„Ihr müsst mir ein bisschen Zeit geben“

Linnemann meldet sich nach Kabinettsberufung zu Wort

25.07.2026 – 11:40 UhrLesedauer: 2 Min.

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Carsten Linnemann (Archivbild): Der designierte Gesundheitsminister sieht eine große Aufgabe vor sich. (Quelle: Sebastian Gollnow/dpa/dpa-bilder)

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Bundeskanzler Merz hat den CDU-Generalsekretär ins Kabinett berufen. Der hatte noch vor einem Jahr Zweifel an seiner Eignung. Jetzt meldet er sich erneut zu Wort.

Der designierte Gesundheitsminister Carsten Linnemann bittet um Einarbeitungszeit für seine neue Aufgabe. „Klar, ich bin auch ehrlich, ihr müsst mir ein bisschen Zeit geben“, sagte der CDU-Politiker in einem Video auf Instagram. „Hier und da muss ich einfach noch tiefer einsteigen. Und ich habe auch echt einen Höllenrespekt vor dieser Aufgabe.“ Aber es sei auch „ganz schön viel Musik drin“, um zu einem gerechten, leistungsfähigen, zukunftsfähigen Gesundheitssystem zu kommen.

Altes Phoenix-Interview im Netz

Linnemann ist bislang CDU-Generalsekretär und wurde nach eigenen Worten kurzfristig von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) gebeten, im Gesundheitsministerium Nachfolger der künftigen Kanzleramtsministerin Nina Warken (ebenfalls CDU) zu werden. In sozialen Netzwerken wurde noch einmal daran erinnert, dass Linnemann noch vor einem Jahr Zweifel an seiner Eignung als Gesundheitsminister geäußert hatte. Damals stand sein Wechsel ins Kabinett schon einmal zur Debatte.

  • Reaktionen auf Kabinettsumbildung: „Ein Eingeständnis des Scheiterns“
  • Chaos im Kanzleramt: Merz erhielt offenbar erst am Morgen eine Absage

Dem Sender Phoenix hatte Linnemann im Mai 2025 gesagt, es sei nicht „sein Ding“, Minister zu sein, nur damit das irgendwo in Wikipedia stehe. „Wenn sie mich jetzt aufgestellt hätten, weiß ich nicht, als Gesundheitsminister wäre ich wahrscheinlich nicht erfolgreich gewesen. Die Leute hätten gesagt, warum wird der Gesundheitsminister, was hat der damit zu tun. Und deswegen: Schuster, bleib‘ bei deinen Leisten, mach das, was du kannst. Und mir geht es gut, ich fühle mich pudelwohl.“

Kritik an Vielzahl der Krankenkassen

Der 48-jährige Linnemann ist promovierter Volkswirt und arbeitete vor seiner Zeit als Abgeordneter zeitweise für die Deutsche Bank Research in Frankfurt am Main. In der Union gehört er dem Wirtschaftsflügel an. In der Vergangenheit hat sich Linnemann kritisch unter anderem über die Vielzahl der Krankenkassen in Deutschland geäußert. Dem Sender RTL sagte er im April: „Wir haben immer noch über 90 Krankenkassen, die in der Regel die gleichen Leistungen anbieten. Riesen Verwaltungsvolumen, da müssen wir ran. Mindestens die Hälfte. Ich finde, zehn Krankenkassen in Deutschland reichen.“ Linnemann mahnte auch immer wieder niedrigere Lohnnebenkosten an.

In seinem aktuellen Instagram-Post betonte er, wie gerne er CDU-Generalsekretär gewesen sei. „Jetzt melde ich mich nochmal aus dem Konrad-Adenauer-Haus, hier aus meinem, ja, super Büro“, sagte er. „Der Kicker steht da noch, den werde ich vermissen, noch mehr natürlich die Kolleginnen und Kollegen im Haus, aber auch die ganze Aufgabe. Wer mich kennt, weiß, ich habe das hier einfach gerne gemacht, aber es kommt manchmal anders, als man denkt.“

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