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Home » Linken-Chef erklärt Wagenknechts Partei für gescheitert
Politik

Linken-Chef erklärt Wagenknechts Partei für gescheitert

MitarbeiterBy MitarbeiterSeptember 4, 2026
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Beben im Thüringer BSW

Wagenknecht reagiert auf Austritte – Linken-Chef: „Zombie-Partei“

Aktualisiert am 04.09.2026 – 16:55 UhrLesedauer: 3 Min.

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Sahra Wagenknecht (Archivbild): Die BSW-Gründerin ist sich sicher, dass die ausgetretenen Parteimitglieder in Thüringen der Partei „maximal schaden“ wollen. (Quelle: IMAGO/Björn Reinhardt/imago)

Fast die gesamte Thüringer BSW-Landtagsfraktion kehrt der Partei den Rücken. Linken-Co-Chef Luigi Pantisano erklärt das Projekt für gescheitert. Wagenknecht sieht einen gezielten Angriff.

Nach dem angekündigten Austritt fast der gesamten Thüringer BSW-Landtagsfraktion hat Linken-Co-Chef Luigi Pantisano das Bündnis Sahra Wagenknecht für gescheitert erklärt. „Ich würde sagen, es ist eine Zombie-Partei, die eigentlich keinen Inhalt mehr hat, sondern nur noch eine Hülle ist“, sagte Pantisano nach einer Klausurtagung der Linken-Bundestagsfraktion in Dessau am Freitag.

Mit Blick auf die anstehenden Landtagswahlen warnte er davor, dem BSW die Stimme zu geben. Das Projekt Sahra Wagenknechts, eine neue Partei zu gründen, sei gescheitert. „Sie selbst als Person, als Politikerin ist gescheitert. Sie verursacht dort, wo sie Dinge anfasst, Chaos und hinterlässt verbrannte Erde.“

  • Brombeer-Koalition: Thüringens Regierung will trotz BSW-Austritten weitermachen
  • Wagenknecht „verzweifelt“: Heftige Kritik aus der eigenen Partei

Wagenknecht war im Oktober 2023 nach einem langen Richtungsstreit aus der Linken ausgetreten und hatte Anfang 2024 mit Mitstreitern das BSW gegründet. Nach Erfolgen bei der Europawahl sowie den Landtagswahlen in Sachsen, Thüringen und Brandenburg 2024 verfehlte die Partei bei der vorgezogenen Bundestagswahl im Februar 2025 knapp den Einzug ins Parlament.

Kopf der Berliner der Linkspartei: Luigi Pantisano.Vergrößern des Bildes
Luigi Pantisano (Archivbild): Der Bundesvorsitzende der Partei Die Linke. (Quelle: IMAGO/dts Nachrichtenagentur)

Wagenknecht wirft Ex-Parteikollegen Kalkül vor

Wagenknecht hatte zuvor auf die Parteiaustritte mit schweren Vorwürfen reagiert. „Es ist offenkundig, dass die Mehrheit der Fraktion jetzt auch deshalb die Partei verlässt, weil sie wissen, dass sie auf dem geplanten Sonderparteitag keinen Rückhalt mehr für ihren Kurs bekommen hätten“, sagte sie der Deutschen Presse-Agentur.

„Vor allem aber wurde der Zeitpunkt so gewählt, um der Partei, der sie ihre Mandate und Ministerposten verdanken, vor der Wahl in Sachsen-Anhalt maximal zu schaden“, fügte Wagenknecht hinzu. „Jetzt wird offensichtlich alles aufgeboten, um den Einzug der einzigen konsequenten Friedenspartei in den Landtag von Sachsen-Anhalt zu verhindern.“

Anfang der Woche war bekannt geworden, dass der BSW-Abgeordnete Matthias Herzog aus der Partei austritt. Am Mittwoch verkündeten drei weitere Abgeordnete ihren Austritt aus Partei und Fraktion. Stefan Wogawa, Dirk Hoffmeister und Roberto Kobelt wollen mit der neu gegründeten Partei „Deine Stimme zählt“ eine eigene parlamentarische Gruppe bilden.

Am Freitag kündigten neun weitere Abgeordnete ihren Austritt aus dem BSW an. Unter ihnen sind Thüringens Finanzministerin und Vize-Ministerpräsidentin Katja Wolf sowie die bisherige Fraktionsvorsitzende Sigrid Hupach. Auch große Teile des Landesvorstands wollen die Partei verlassen.

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