Schwacher Auftritt in der Europa League
Erstes Gegentor, erste Pleite – Leverkusens Serie reißt
Aktualisiert am 05.11.2026 – 23:04 UhrLesedauer: 3 Min.
In den ersten drei Europapokal-Partien hielt sich die Werkself schadlos. In einem schwachen Heimspiel gegen Marseille kassierte Leverkusen nach spätem Gegentor nun einen Rückschlag.
Nach drei Siegen in den ersten drei Spielen hat Bayer Leverkusen seine erste Niederlage in der Europa League kassiert. Ihr Heimspiel gegen Olympique Marseille verlor die Werkself am Donnerstag mit 0:1. Den Treffer des Abends für die Gäste erzielte Amine Gouiri in der Schlussviertelstunde (77.).
Leverkusen hatte neun Punkte aus den ersten drei Partien gesammelt und war dabei ohne Gegentor geblieben. Es war zudem die dritte Pflichtspielniederlage in den letzten vier Partien für das Team von Trainer Carles Martinez.
So lief das Spiel
Unter den Augen von Rudi Völler, der 1993 mit Marseille die Champions League gewann, ein Jahr später nach Leverkusen wechselte und den Klub auch nach seiner aktiven Karriere über Jahrzehnte hinweg prägte, erwischte die ganz in Schwarz gekleidete Werkself beinahe einen Fehlstart. Mit einer starken Fußabwehr verhinderte der sich breit machende Mark Flekken gegen den frei vor dem Keeper auftauchenden Gouiri (7. Minute) den frühen Rückstand.
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Die Südfranzosen waren mit drei Niederlagen denkbar schlecht in die Europa League gestartet, kamen in Leverkusen jedoch besser in die Partie. Der jüngste 2:0-Erfolg gegen Martínez‘ Ex-Club Toulouse schien ihnen Selbstvertrauen gegeben zu haben. Die Werkself fand vor 28.758 Zuschauern gegen die körperlich robuste und kompakt stehende Defensive der Gäste nur schwer ins Spiel und ließ in der Offensive das nötige Tempo vermissen.
Erst nach einer knappen halben Stunde kamen die Hausherren nach einem Eckball von Aleix Garcia erstmals zum Abschluss. Doch Jarell Quansah zielte aus dem Strafraum deutlich zu hoch. Danach fanden Bayer 04 besser ins Spiel und wurden mutiger. Die beste Chance der ersten Halbzeit gab es kurz vor der Pause: Über Ibrahim Maza und Jonas Hofmann landete der Ball bei Miguel Gutiérrez, dessen abgefälschter Schuss noch die Querlatte streifte (42.).
Kurz nach Wiederanpfiff unterbrach eine Verletzungspause den Spielfluss direkt wieder. Nachdem Quansah einen Ellenbogen ins Gesicht bekommen hatte, musste er mit einem kleinen Cut am Auge behandelt werden. Einen ersten Abschluss in Durchgang zwei setzte Patrik Schick nach einem Freistoß von Aleix Garcia deutlich recht am Tor vorbei (55.). Auch auf der Gegenseite fehlte es Igor Paixao bei einem Distanzschuss auf der Gegenseite an Präzision (56.).