„Schmerzliche Entscheidung“

Beliebtes Skigebiet in den Alpen stellt Betrieb ein


Aktualisiert am 18.08.2026 – 09:49 UhrLesedauer: 2 Min.

Das Skigebiet Stilfser Joch (Archivbild): Von guten Schneeverhältnissen ist das Gebiet in den Alpen derzeit weit entfernt. (Quelle: Eberhard Thonfeld via www.imago-images.de/imago-images-bilder)

Skifahren im Sommer – in den Alpen: Auf dem Stilfser Gletscher in Südtirol war das möglich. Doch angesichts der Hitzewelle der vergangenen Wochen haben die Verantwortlichen nun eine Entscheidung getroffen.

Europas letztes Sommer-Skigebiet, das Stilfser Joch, stellt seinen Betrieb wegen zu hoher Temperaturen bis auf Weiteres ein. „Diese schmerzliche, aber notwendige Entscheidung wurde aufgrund der ungünstigen Wetterbedingungen unumgänglich“, teilte das Skigebiet auf seiner Webseite mit. Die Bergbahnen in Richtung Gletscher sollen vorerst weiterlaufen.

Offenbar war das Skifahren in 3.450 Metern Höhe bereits in den vergangenen Tagen nicht mehr problemlos möglich, wie aus einem X-Post des ORF-Meteorologen Manuel Oberhuber hervorgeht. Dieser schrieb: „War aber wohl ohnehin nur mehr ein mäßiges Skivergnügen die Tage davor.“ Dazu postete er ein Foto von deutlich aufgeweichtem, sulzigen Schnee.

  • Meteorologe gibt Prognose ab: „Markanter Wetterwechsel“ – Unwetter bahnen sich an
  • „Schon wieder so ein Laden“: Alpen-Hütte wird von Touristen überrannt

Alpen-Skigebiet hofft auf sinkende Temperaturen

Laut dem Skigebiet traf die anhaltende Hitze zuletzt auch die höher gelegenen Regionen. In der Nacht bleibe zudem die nötige Abkühlung aus. Diese Faktoren machten es unmöglich, „die gewohnten Qualitäts- und vor allem Sicherheitsstandards zu gewährleisten, die für den Sommerskilauf erforderlich sind“.

Ob und wann das Skigebiet noch einmal öffnen kann, ist unklar. Man hoffe auf sinkende Temperaturen und eine Verbesserung des Gletscherzustands, hieß es.

  • Wettlauf gegen die Zeit: Drama auf höchstem Berg Russlands

Düstere Prognose für Sommer-Skigebiet in Italien

Roberto Dinale, Leiter des Amtes für Hydrologie und Stauanlagen in Bozen, sagte dem italienischen Rundfunk Rai, die Entwicklung komme für ihn nicht überraschend. „Ich denke nicht, dass das nachhaltig so erhalten bleiben kann“, prophezeite er. Man könne zwar künstlich versuchen, den Betrieb am Laufen zu halten, aber: „Es ist nicht das, was die Natur derzeit auf unseren Bergen hergibt.“

Ebenfalls im August mussten bereits die beiden Schweizer Sommer-Skigebiete Zermatt und Saas-Fee den Betrieb einstellen, wie die Zeitung „20 Minuten“ berichtete.

Share.
Exit mobile version