„Leo’s Abenteuerpark“

Überall Mäusekot: Spielparadies fällt bei Kontrolle durch


02.07.2026 – 17:59 UhrLesedauer: 2 Min.

Bistro in „Leo’s Abenteuerpark“: Die Kontrolleure hatten einiges zu bestanden. (Quelle: Finemanget, Adam Leitzler)

„Leo’s Abenteuerpark“ lädt vor allem Kinder zum Spielen und Toben ein. Der Lebensmittelüberwachungsdienst hat jedoch noch andere Besucher gefunden.

Im Indoor-Spielplatz „Leo’s Abenteuerpark“ können sich Kinder auf mehreren Tausend Quadratmetern austoben. In den Gastro-Bereichen hat der Lebensmittelüberwachungs-, Tierschutz- und Veterinärdienst des Landes Bremen (LMTVet) jedoch ein paar unschöne Funde gemacht.

Am 13. Mai wurde in fast allen Räumlichkeiten ein starker Befall von Mäusen festgestellt, heißt es in einem Bericht, der jetzt veröffentlicht wurde. Insbesondere unter den Tresen-Schränken wurde massiv Mäuse-Kot festgestellt. Auch in Schränken, in denen beispielsweise Chipstüten und Mais für die Popcornmaschine gelagert wurden, lag Mäusekot. Der Fußboden in den Lager- und Nebenräumen, in denen beispielsweise Kinderspielzeug oder Trinkbecher lagern, war mit den Hinterlassenschaften von Mäusen verunreinigt.

Maus flitzt während der Kontrolle durch die Gegend

Die Kontrolleure entdeckten auch in der sogenannten „Geburtstagsküche“, die für die Bewirtung der Geburtstagsräume dient, Mäusekot. Vor allem unter der Spülmaschine, Schränken, Paletten und Kühlschränken. „Während der Kontrolle lief dort eine Maus durch den Raum“, heißt es außerdem in dem Bericht. „Trotz des Wissens um den Mausbefall wurden Lebensmittelverpackungen offen im Raum aufbewahrt. Zudem war in allen Räumen ein deutlicher Geruch von Mäusekot und -urin wahrzunehmen“, berichten die Kontrolleure weiter.

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Das war jedoch noch nicht alles. In der Küche und im Tresenbereich waren mehrere Gegenstände stark verunreinigt. Insbesondere die Mikrowellen, die Griffe der Küchenschränke, die Unterschränke, der Bereich hinter den Schubladen, das Innere des Tellerwagens, der Backofen, die Kühlschränke, die Heißtheke sowie die Slush-Eismaschine, die Popcornmaschine und die SB-Speiseeistruhe. „Eine Reinigung in angemessener Intensität und Häufigkeit wurde augenscheinlich nicht vorgenommen“, heißt es.

Die Mängel wurden am 4. Juni behoben. „Leo’s Abenteuerpark“ ist seitdem wieder gestattet, Lebensmittel zu behandeln und in den Verkehr zu bringen, so der Bericht. Es seien jedoch vier Nachkontrollen nötig, da immer wieder der Mäusekot und Anfraßspuren vorgefunden worden seien.

Der LMTVet prüft regelmäßig, ob Bremer Gastrobetriebe und Lebensmittelmärkte die Hygienevorschriften einhalten. Es gibt Plan-, Nach-, und Verdachtskontrollen. Verstöße gegen lebensmittelrechtliche Vorschriften werden unter bestimmten Voraussetzungen veröffentlicht. Die Informationen stehen sechs Monate zur Verfügung, teilt der Überwachungsdienst mit.

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