Rätselraten um Laura Freigang

DFB-Star weint nach Länderspiel bittere Tränen


14.10.2026 – 16:03 UhrLesedauer: 2 Min.

Laura Freigang (l.) wird von Stina Johannes in den Arm genommen: Die Frankfurt-Stürmerin war nach der Partie sichtlich emotional. (Quelle: IMAGO/David Inderlied/imago)

Beim Testspielsieg über Japan kommt Laura Freigang nicht zum Einsatz. Trotzdem steht die Angreiferin nach der Partie im Fokus.

Spielzeit war ihr im Testspiel der DFB-Frauen gegen Japan (2:1) nicht vergönnt. Dennoch richteten sich die Blicke am Dienstagabend im Bremer Weserstadion nach Schlusspfiff auf Laura Freigang. Denn bei der Stürmerin von Eintracht Frankfurt flossen auf dem Rasen bittere Tränen. Ihre Mitspielerinnen mussten die 28-Jährige trösten, nahmen sie in den Arm.

Warum Freigang so emotional reagierte, ist unklar. Auf ihrem Instagram-Profi veröffentlichte sie am Mittwoch zwar einen Beitrag mit zahlreichen Fotos der Länderspielreise. Eine Erklärung für ihre Tränen findet sich in der Bildstrecke aber nicht.

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In ihrer Story teilte Freigang zudem einen Beitrag von Mitspielerin Klara Bühl. Zu sehen ist dort, wie die Bayern-Akteurin die emotional aufgewühlte Torjägerin umarmt. Freigang versah den Beitrag mit einem Herz.

Eng umschlungen: Auch Klara Bühl (r.) tröstete Laura Freigang nach der Partie gegen Japan. (Quelle: IMAGO/David Inderlied/imago)

Freigang im DFB-Team weiter außen vor

Der Gefühlsausbruch wirft damit weiter Rätsel auf. Ein möglicher Grund jedoch: Hinter Freigang liegt einmal mehr ein enttäuschender DFB-Lehrgang. Beim Testspiel gegen Australien am Freitag (4:2) war sie erst für die Schlussminuten in die Partie gekommen, gegen Japan dann gar nicht mehr. Weiterhin hat sie unter Bundestrainer Christian Wück einen schweren Stand – trotz starker Leistungen für ihren Klub.

In zwölf Pflichtspielen für Frankfurt konnte Freigang in dieser Saison bisher acht Tore erzielen. Die Eintracht-Kapitänin ist in Topform. Wie schon Ex-Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg gibt Wück der innerhalb des DFB-Teams äußerst beliebten Freigang jedoch nur selten eine Chance. Zwar zählte sie in der Vergangenheit bei großen Turnieren stets zum DFB-Kader, kam jedoch nur sehr sporadisch zum Einsatz.

Dopingverfahren gegen Freigang: Entscheidung naht

Zudem läuft gegen Freigang aktuell noch ein Prüfverfahren beim DFB-Kontrollausschusses wegen dreier verpasster Doping-Kontrollen innerhalb von zwölf Monaten. Im schlimmsten Fall droht ihr eine zweijährige Sperre. Laut der „Bild“ soll in den nächsten zwei Wochen eine Entscheidung fallen, ob es zu einem Prozess vor dem DFB-Sportgericht kommt, das Verfahren eingestellt oder ob ein Vergleich geschlossen wird. Letzteres würde die Strafe wohl verkürzen.

Die Chancen, dass Freigang freigesprochen wird, stehen aber offenbar nicht schlecht. Der „Bild“ zufolge ist ihre Situation kein Einzelfall. Mehrere Nationalspielerinnen sollen bereits Dopingtests verpasst haben. Die Anwendung der Termin-App habe nicht funktioniert, heißt es. Die Nationale Anti-Doping Agentur (Nada) erhebt jedoch auch erst nach drei Vergehen eine Anklage. Das war bei Freigang der Fall.

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