1. FC Köln
Kwasniok entschuldigt sich: „Das war nicht meine Absicht“
25.02.2026 – 15:52 UhrLesedauer: 2 Min.
Lukas Kwasniok leistet Abbitte: Der Cheftrainer des 1. FC Köln hat sich nach seinem unglücklichen Auftritt nach dem Spiel gegen Hoffenheim entschuldigt.
Er wusste, dass er sich erklären musste. Lukas Kwasniok hat am Mittwoch auf der Pressekonferenz vor dem Auswärtsspiel des 1. FC Köln beim FC Augsburg zu einer längeren Rede angesetzt. Das letzte Mal, als er dies getan hatte – vier Tage zuvor – war das schiefgegangen. Nun wollte der 44-Jährige etwas richtigstellen.
Am Samstag hatte es zu Beginn der Partie zwischen dem FC und Hoffenheim einen Notfalleinsatz gegeben. Ein 90-Jähriger war im Stadion gestürzt und musste reanimiert werden. Einen Tag später wurde bekannt, dass der FC-Fan seinen Verletzungen erlegen war. Als Zeichen des Respekts hatten die Fans das Spiel über keinen Support geleistet – und Kwasniok hatte sich zunächst darüber beklagt.
Nun folgte die Entschuldigung. Noch ehe es zu den Fragen der Reporter ging, nahm sich Kwasniok die Zeit, um das Thema selbst zu adressieren. „Es ist gar nicht so einfach, die richtigen Worte zu finden, gerade nach einem emotionalen Spiel. Deshalb möchte ich das jetzt nachholen“, sagte er.
„Die Kommunikationslage war für uns unübersichtlich während und nach dem Spiel. Mittlerweile haben wir vernommen, dass der FC-Fan verstorben ist“, führt Kwasniok weiter aus. „Und da ist es selbstverständlich, im richtigen Moment den Angehörigen mein Beileid auszusprechen und viel Kraft zu wünschen. Es gibt nichts Schlimmeres, als einen geliebten Menschen zu verlieren.“
Kwasniok versuchte zwar auch seine Rede vom vergangenen Samstag einzuordnen. Doch kam er später noch einmal auf den Fan zu sprechen: „Ich wurde angesprochen auf den Support der Südkurve. Ich habe mich einfach extrem auf das Spiel und den Support der Süd gefreut. Mein Monolog sollte darauf gerichtet sein“, sagte Kwasniok. „Wir als Aufsteiger sind ohne die Süd im Nachteil. Einer der Hauptgründe, warum ich hier Trainer geworden bin, ist das emotionale Stadion, diese positive Beklopptheit.“ Und weiter: „Wir brauchen die Fans, um den Klassenerhalt zu schaffen.“
Kwasniok wollte am Mittwoch einerseits Verständnis für die Ultras zeigen und andererseits dem menschlichen Rahmen des Dramas vom Samstag gerecht werden. „Ich habe das in dem Moment unterschätzt und habe heute deswegen Abbitte geleistet, dass ich das in der Form nicht schon rund um das Spiel getan habe.“ Und schließlich sagte er: „Ich bitte um Entschuldigung, wenn ich jemandem auf den Schlips getreten bin oder etwas nicht beachtet habe. Das war nicht meine Absicht. Es gibt zwei Dinge, die wichtiger sind als der Fußball: die Geburt und der Tod eines Menschen.“










