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Home » Kritik an den Steuerplänen des SPD-Finanzministers wächst
Politik

Kritik an den Steuerplänen des SPD-Finanzministers wächst

MitarbeiterBy MitarbeiterAugust 9, 2026
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Kritik an den Steuerplänen des SPD-Finanzministers wächst

Kritik am Finanzminister

Klingbeils Pläne sind eine „Giftliste“

09.08.2026 – 20:49 UhrLesedauer: 2 Min.

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Die Kritik an den Steuerplänen von Finanzminister Lars Klingbeil wird lauter. (Archivbild) (Quelle: IMAGO/dts Nachrichtenagentur/imago)

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Politiker von CDU und CSU sowie der Bund der Steuerzahler kritisieren die Pläne von Lars Klingbeil zur Steuerreform. Von den angekündigten Entlastungen bleibe nicht genug übrig.

Der Bund der Steuerzahler hat die Pläne von Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) für eine Steuerreform als „Scherz oder Provokation“ kritisiert. Klingbeils Entwurf für eine Reform der Einkommensteuer lese sich wie eine Giftliste, sagte Verbandspräsident Reiner Holznagel der „Augsburger Allgemeinen“ laut einem Vorabbericht vom Sonntag. „Statt Entlastungen sind in der Mehrzahl Belastungen enthalten.“

Auch aus der Union kam Kritik. „Klingbeil bricht sein Wort, von den ohnehin dürftigen zehn Milliarden Steuererleichterung bleibt nicht mal ein Drittel übrig“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns CDU-Landeschef Daniel Peters der „Bild am Sonntag“. CSU-Landesgruppenchef Alexander Hoffmann kritisierte gegenüber dem Blatt, dass mit dem Wegfall von Steuervergünstigungen für Vereine an der falschen Stelle gespart werde: „Der Finanzminister muss hier nacharbeiten.“

  • Steuerreform 2027: Ab diesem Einkommen sind Sie laut Finanzamt reich

Kritik an Steuerreform-Plänen: Klingbeil will Bürger entlasten

Klingbeil will laut einem der Nachrichtenagentur Reuters vorliegenden Gesetzentwurf die Bürger brutto um rund zehn Milliarden Euro entlasten. „Die Entlastungen für Bürgerinnen und Bürger werden im Jahr 2028 verglichen mit dem Jahr 2026 insgesamt etwa zehn Milliarden Euro betragen“, hieß es in seinem Ministerium.

Allerdings sind auch Maßnahmen zur Erhöhung von Einnahmen geplant. Unter Einrechnung dieser Gegenfinanzierung ergibt sich laut dem Referentenentwurf bis 2028 eine Netto-Entlastung von knapp fünf Milliarden Euro.

Das sind die Grundzüge von Klingbeils Steuerreform

Die Grundzüge der Steuerreform hatten die Spitzen der Koalition aus CDU, CSU und SPD am 2. Juli vorgestellt. Der Gesetzentwurf regelt nun erstmals Details. Die Reform soll in zwei Stufen 2027 und 2028 in Kraft treten. Sie soll vor allem Bürger und Familien entlasten, hohe Einkommen stärker belasten und mehrere Steuervergünstigungen streichen oder kürzen.

Friedrich Merz, Bärbel Bas und Lars Klingbeil: Kurz nach der Verkündung des Reformpakets kamen schon beschwichtigende Töne.Vergrößern des Bildes
Lars Klingbeil (v. r.) zusammen mit Bärbel Bas, Friedrich Merz und Markus Söder: Finanzminister plant die Steuerreform, mit einer Gegenfinanzierung umzusetzen. (Archivbild) (Quelle: IMAGO/Mike Schmidt/imago)

Kern der Pläne ist eine Erhöhung des Kindergeldes von 259 Euro auf 267 Euro im Jahr 2027 und auf 272 Euro im Jahr 2028. Der steuerliche Grundfreibetrag soll bis 2028 auf 12.900 Euro steigen, während der Arbeitnehmer-Pauschbetrag bereits 2027 von 1230 auf 1430 Euro erhöht wird. Der Spitzensteuersatz von 42 Prozent soll ab 2027 erst bei einem zu versteuernden Einkommen ab 70.601 Euro greifen. Zudem sollen die Regeln für steuerfreie Zuschläge für Sonn- und Feiertagsarbeit gelockert werden.

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