Riesensumme ist weg

Kriminelle bringen Rentner um seine Altersvorsorge

11.06.2026 – 14:03 UhrLesedauer: 2 Min.

Ein Portemonnaie mit Geldscheinen (Symbolbild): Ein Rentner sparte viel Geld und verlor fast alles. (Quelle: Sina Schuldt/dpa/dpa-bilder)

Eigentlich hatten ein 77-Jähriger und seine Frau in den USA ihren Ruhestand längst verplant. Doch ein dreister Betrug kostete das Paar einen Großteil seiner Ersparnisse.

Eine ausgeklügelte Betrugsmasche hat einen US-Amerikaner um umgerechnet 340.000 Euro gebracht, wie das Wirtschaftsmagazin „Business Insider“ am Donnerstag berichtet. Kriminelle haben den 77-jährigen Jeffrey Maas demnach dazu bewegt, für diese Summe Goldmünzen zu kaufen und an Unbekannte zu übergeben. Inzwischen hat Maas Klage eingereicht.

Begonnen hatte alles mit einer E-Mail am 5. Juni 2024. Darin wurde eine angebliche Zahlung von rund 599 Euro für ein Antivirenprogramm bestätigt. Da Maas die Software nach eigenen Angaben nie bestellt hatte, rief der Senior die in der Nachricht angegebene Service-Hotline an.

  • Gefälschte Elster-Mail: „Betrüger locken mit angeblichem Steuerguthaben“
  • Strikte Regel: „Deutsches Freibad schließt ein Geschlecht komplett aus“

Am anderen Ende meldete sich dem Bericht zufolge ein Mann, der behauptete, für den Zahlungsdienstleister Paypal zu arbeiten. Er erklärte, die Zahlung könne problemlos storniert werden. Dafür müsse Maas lediglich einige Angaben machen. Was der Rentner aus New Jersey nicht wusste: Während des Gesprächs verschafften sich die Betrüger offenbar Zugriff auf seinen Computer.

Angeblicher Überweisungsfehler löst Kettenreaktion aus

Im weiteren Verlauf behauptete der angebliche Paypal-Mitarbeiter, ihm sei bei der Rückerstattung ein schwerer Fehler unterlaufen. Statt der eigentlichen Summe seien versehentlich rund 260.000 Euro auf Maas‘ Konto überwiesen worden. Um seine Geschichte glaubwürdig erscheinen zu lassen, zeigte der Betrüger dem Rentner einen gefälschten Kontoauszug, auf dem die angebliche Überweisung sichtbar war.

Ein Betrüger gab sich als PayPal-Mitarbeiter aus. (Quelle: IMAGO/Rüdiger Wölk )

Anschließend wurde Maas dem Bericht zufolge gesagt, die einzige Möglichkeit, den Fehler ohne steuerliche Konsequenzen zu korrigieren, sei der Kauf von Gold. Noch am selben Tag überwies Maas laut Klage rund 260.000 Euro an einen Edelmetallhändler in New Jersey. Dort holte er Goldmünzen ab. Wenig später erschien ein Auto vor seinem Haus, die Münzen legte er nach Anweisung auf den Rücksitz des Wagens. Am nächsten Tag erbeuteten die Kriminellen mit einer ähnlichen Geschichte erneut 78.000 Euro von dem Rentner.

  • Rekordturm: „Jetzt fürchten Anwohner den Abriss ihrer Häuser“
Share.
Exit mobile version