Finale der Champions League
Krimi im Elfmeterschießen: PSG schafft Titelverteidigung
Aktualisiert am 30.05.2026 – 21:16 UhrLesedauer: 2 Min.
Im Spiel zwischen dem Titelverteidiger und den „Gunners“ geht es hin und her. Arsenal legt einen Blitzstart hin – dann aber entwickelt sich ein echtes Nervenspiel.
Paris Saint-Germain hat als zweite Mannschaft der Champions-League-Historie den Titel in der „Königsklasse“ verteidigt. Die Franzosen gewannen im Finale von Budapest mit 4:3 im Elfmeterschießen gegen den FC Arsenal und krönten sich nach 2025 erneut zur besten Vereinsmannschaft Europas. Nach der regulären Spielzeit hatte es 1:1 (0:1) gestanden, die Verlängerung blieb ohne Tore.
Das Team von Luis Enrique hatte sich im Halbfinale gegen den FC Bayern durchgesetzt, ging leicht favorisiert ins Endspiel gegen die Londoner. Einzig Real Madrid hatte es bisher geschafft, den Titel in der Champions League zu verteidigen, vollbrachte das Kunststück zwischen 2016 und 2018 sogar zweimal.
Der deutsche Nationalspieler Kai Havertz hatte Arsenal früh mit einem Traumtor in Führung gebracht (6.), in einer umkämpften Partie glich Ousmane Dembélé per Foulfelfmeter nach einer guten Stunde aus (65.). Im Elfmeterschießen dann zeigten die Akteure der „Gunners“ Nerven: Während bei PSG Gonçalo Ramos, Desiré Doué, Achraf Hakimi und Lucas Beraldo trafen und einzig Nuno Mendes an Arsenal-Keeper Raya scheiterte, vergaben gleich zwei Akteure bei den Londonern: Eberechi Eze schoss links neben das Tor, den entscheidenden Elfer vergab dann Verteidiger Gabriel.
So lief das Spiel
Die Franzosen starteten mit exakt den zehn Feldspielern, die im Finale vor einem Jahr Inter überrannt hatten. Arsenal setzte in der Sturmspitze auf Deutschlands WM-Hoffnung Havertz. „Er hat diese Gabe, wichtige Tore zu machen“, sagte Arteta und bewies einmal mehr ein goldenes Händchen.
Auch wenn die Entstehung des Führungstreffers glücklich war: Marquinhos schoss Arsenals Leandro Trossard an und der Ball prallte in den Lauf von Havertz. Aus spitzem Winkel hämmerte ihn der Ex-Leverkusener unter die Latte.
Der frühe Schock war den Parisern anzumerken. Die vermeintlich beste Offensive der Welt fand keinen Schlüssel für die Abwehr der Engländer, die unheimlich tief standen. PSG hatte quasi keinen wirklich gefährlichen Abschluss im ersten Durchgang – trotz mehr als 70 Prozent Ballbesitz. Starstürmer Dembélé war zunächst überhaupt kein Faktor.
Der Favorit erhöhte den Druck nach der Pause und schien dem Ausgleich immer näherzukommen. Bis zum Arsenal-Strafraum stießen die Franzosen oft mühelos vor, dann fehlte entweder die Genauigkeit oder ein Rot-Weißer warf sich in den Schuss. Ein Elfmeter brachte PSG schließlich zurück ins Spiel. Einige PSG-Anhänger sprangen vor Freude in den Innenraum – sofort rückte die Polizei an.
