Allergie gegen Pollen und Nahrungsmittel
Kreuzallergie: Diese Symptome sind typisch
Aktualisiert am 05.03.2026 – 12:22 UhrLesedauer: 2 Min.
Mit den milden Tagen meldet sich bei vielen Menschen die Pollenallergie zurück. Doch wer unter Heuschnupfen leidet, verträgt unter Umständen auch manche Lebensmittel nicht. Welche Kreuzallergien typisch sind.
Gräser und Tomaten, Latex und Bananen, Birke und Apfel: Manche Allergiker reagieren nicht nur auf Pollen oder andere Auslöser, sondern auch auf bestimmte Lebensmittel. Dieses Phänomen nennt man Kreuzallergie. Der Grund: In verschiedenen Allergiequellen kommen sehr ähnliche Eiweißstrukturen vor. Das Immunsystem verwechselt diese Strukturen und reagiert auch auf Lebensmittel, die eigentlich gar nicht der ursprüngliche Auslöser sind.
Viele Betroffene erkennen diesen Zusammenhang zunächst nicht. Wer etwa unter Heuschnupfen leidet, bringt Beschwerden nach dem Essen oft nicht mit der bestehenden Pollenallergie in Verbindung. Dabei können Kreuzreaktionen im Alltag eine wichtige Rolle spielen. In seltenen Fällen können die allergischen Reaktionen sogar stärker ausfallen und mehrere Organe betreffen.
Besonders häufig treten Kreuzallergien bei Menschen mit Pollenallergie auf. Das Immunsystem reagiert dann nicht nur auf Pollen, sondern auch auf bestimmte pflanzliche Lebensmittel mit ähnlichen Eiweißstrukturen.
Ein bekanntes Beispiel ist die Birkenpollenallergie. Betroffene reagieren oft auch auf rohes Kern- und Steinobst oder bestimmte Nüsse. Dazu gehören unter anderem Apfel, Pfirsich, Kirsche, Zwetschge sowie Hasel- oder Walnüsse und teilweise auch Soja.
Ein besonders verbreitetes Muster ist das sogenannte Birkenpollen-Nuss-Kernobst-Syndrom. Dabei kann das Immunsystem neben Birkenpollen auch auf verschiedene Obstsorten oder Nüsse reagieren.
Daneben gibt es weitere bekannte Kreuzallergien, etwa das Sellerie-Karotten-Beifuß-Gewürz-Syndrom. Auch Menschen mit Hausstaubmilbenallergie können betroffen sein: Bei ihnen kann es beim Verzehr von Krustentieren wie Garnelen oder Muscheln zu allergischen Beschwerden kommen.
Die Beschwerden treten meist dort auf, wo das Lebensmittel zuerst Kontakt mit dem Körper hat. Typisch sind laut DAAB Kribbeln im Mund, ein pelziges Gefühl auf der Zunge oder ein Kratzen im Hals.
Manche Betroffene entwickeln zusätzlich Symptome wie Fließschnupfen, juckende Augen oder Hustenreiz. In seltenen Fällen kann sich die Reaktion auf andere Organe ausweiten. Dann können etwa Hautreaktionen, Atembeschwerden oder sehr selten auch eine schwere allergische Reaktion des ganzen Körpers auftreten.
Um Kreuzreaktionen sicher zu erkennen, ist eine ärztliche Abklärung wichtig. Erst durch Allergietests und eine genaue Auswertung der Beschwerden lässt sich feststellen, welche Lebensmittel tatsächlich Probleme verursachen. Eine wichtige Rolle spielt dabei auch ein Ernährungs- und Symptomtagebuch. So können Betroffene nachvollziehen, welche Beschwerden nach dem Verzehr bestimmter Lebensmittel auftreten.
Ein positiver Allergietest bedeutet nicht automatisch, dass ein Lebensmittel wirklich Beschwerden auslöst. Fachleute sprechen hier von sogenannten „stillen Sensibilisierungen“. Nach Angaben des DAAB können solche Testergebnisse auftreten, ohne dass beim Essen tatsächlich Symptome entstehen. Deshalb raten Experten von pauschalen Verbotslisten ab.
Stattdessen sollten Betroffene individuelle Empfehlungen erhalten. Ziel ist es, nur diejenigen Lebensmittel zu meiden, die tatsächlich Beschwerden verursachen – und gleichzeitig eine möglichst abwechslungsreiche Ernährung zu erhalten.











