Berlin-Wahl 2026
Spitzenkandidat Krach schließt Koalition mit der Linken nicht aus
04.08.2026 – 01:42 UhrLesedauer: 2 Min.
SPD-Spitzenkandidat Steffen Krach liegt in Umfragen abgeschlagen. Eine Koalition mit einer bestimmten Partei schließt er trotzdem nicht aus – trotz klarer Vorbehalte.
Berlins SPD-Spitzenkandidat Steffen Krach schließt eine Koalition mit der Linken nach der Abgeordnetenhauswahl im September nicht aus – trotz deutlicher Kritik an Teilen der Partei. Das sagte er im Interview mit dem „Tagesspiegel“ (Dienstagausgabe). Zugleich zieht er klare rote Linien: Die Linke Neukölln, die nach dem islamistischen Anschlag auf den CSD mit einem aus seiner Sicht verharmlosenden Post aufgefallen war, komme für ihn als Partnerin nicht infrage.
Beim Thema Antisemitismus und der Verharmlosung islamistischer Attentäter zieht Krach nach eigenen Worten grundsätzlich rote Linien. Auch die Forderung der Linken, die Mittel für die Polizei zu kürzen, lehnt er ab. Der Linken-Spitzenkandidatin Elif Eralp nehme er dennoch ab, dass sie ein klares Bild vom Kampf gegen Antisemitismus habe – er wisse allerdings nicht, ob sie sich damit in ihrer eigenen Partei durchsetzen könne.
SPD liegt in Umfragen zur Berlin-Wahl 2026 auf Platz fünf
Konkret werden wollte Krach mit Blick auf mögliche Koalitionsverhandlungen nicht. Er werde sich genau anschauen, wie die Linke agiere – das gelte in gleicher Weise für die CDU. Als Sozialdemokrat sei er nicht bereit, nach der Wahl alle Verfehlungen der anderen zu vergessen und ihnen dann zu Regierungsämtern zu verhelfen.
Die SPD liegt in aktuellen Umfragen nur auf Platz fünf. Krach räumte ein, dass die Werte schlecht seien, betonte aber, die Abstände zu den anderen Parteien seien klein. Im Interview äußerte sich Krach zudem zu weiteren Themen, darunter eine geplante „Mietenpolizei“ gegen überhöhte Mieten, das kostenlose Schulmittagessen und den Umgang mit der offenen Drogenszene in Berlin.









