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Home » So wird die Wüstenoase zum Versteck für Filmstars
Leben

So wird die Wüstenoase zum Versteck für Filmstars

MitarbeiterBy MitarbeiterSeptember 6, 2026
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Wo die Sonne niemals untergeht

Indianer-Oase: Hier lag das versteckte Paradies der Filmstars


Aktualisiert am 06.09.2026 – 08:21 UhrLesedauer: 3 Min.

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Marilyn Monroe schwebt über Palm Springs: Die sieben Meter hohe Skulptur der Schauspielerin wurde im Februar 2025 Downtown errichtet. (Quelle: IMAGO/Ian L. Sitren)

Am Anfang war eine heiße Quelle, dann kamen die Stars und Sternchen der Zwanziger Jahre. Warum gerade dieser Wüstenort so berühmt wurde.

Stellen Sie sich eine endlose Wüste vor: staubig, heiß, still. Zwischen Kakteen und Palmen sprudelt eine Quelle – eine seltene Oase in der kalifornischen Colorado-Wüste im Westen der USA. Jahrhundertelang nutzen die Cahuilla-Indianer diesen magischen Ort zum Leben und Heilen. Sie nennen ihn „Se-Khi“, was „Ort des heißen Wassers“ bedeutet. Doch wie so oft in der Geschichte Amerikas ändert sich alles, als Siedler, Eisenbahnlinien und die Gier nach Land ins Spiel kommen.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts ist Palm Springs kaum mehr als ein Außenposten mit ein paar Sanatorien für Lungenkranke. Die trockene Wüstenluft gilt als heilend, die Weite als befreiend. Und dann geschieht etwas Unerwartetes: Hollywood entdeckt die Wüste.

Frank Sinatras Twin-Palm-Estate in Palm Springs: Der Bungalow wird auch heute noch für Treffen und Partys genutzt.Vergrößern des Bildes
Frank Sinatras Twin-Palm-Estate in Palm Springs: Der Bungalow wird auch heute noch für Treffen und Partys genutzt. (Quelle: IMAGO/Andy Abeyta/The Desert Sun)

Perfekter Rückzugsort für Stars und Sternchen

Es sind die 1920er Jahre. Filmstars suchen nach Orten, an denen sie der Öffentlichkeit entkommen können – ohne die engen Studioverträge zu verletzen, die ihnen vorschreiben, nie mehr als 100 Meilen vom Set entfernt zu sein. Palm Springs liegt exakt 100 Meilen (rund 160 Kilometer) von Los Angeles im Inland, ein juristisch perfekter Rückzugsort. Und so verwandeln Schauspieler wie Clark Gable, Greta Garbo, Cary Grant und später Frank Sinatra die einstige Indianer-Oase in ein verstecktes Paradies der Filmwelt.

Hier entstehen keine protzigen Villen, sondern raffinierte, zurückhaltende Bungalows, eingebettet in Palmen, Berge und Himmel. Architekten wie Richard Neutra und Albert Frey entwerfen Gebäude, die offen, luftig und modern sind – geboren ist der „Desert Modernism“, eine Stilrichtung, die Palm Springs bis heute prägt.

Moderne mitten in der Wüste: Elvis Presley hatte hier ein Haus. Der Musikstar und Ehefrau Priscilla zogen hier direkt nach ihrer Hochzeit ein.Vergrößern des Bildes
Moderne mitten in der Wüste: Elvis Presley hatte hier ein Haus. Der Musikstar und seine Ehefrau Priscilla zogen direkt nach ihrer Hochzeit ein. (Quelle: Copyright: xDreamstimexDanielsch)

Heute ist Palm Springs mehr als ein Rückzugsort für Prominente. Es ist eine Ikone der Architektur, ein Pilgerort für Designliebhaber, ein LGBTQ+-Hotspot mit Weltoffenheit und Retroflair. Die pastellfarbenen Motels, die flachen Dächer, die rosa Flamingos am Pool: Alles fühlt sich an wie eine Zeitreise in die Sechziger – und genau das macht den Reiz aus.

Blick ins Innere: Die Küche von Elvis Presley. Das "Honeymoon House" des Stars kann man besichtigen. Kostenpunkt: 35 US-Dollar.Vergrößern des Bildes
Blick ins Innere: die Küche von Elvis Presley. Das „Honeymoon House“ des Stars kann man besichtigen. Kostenpunkt: 35 US-Dollar. (Quelle: Copyright: xDreamstimexDanielsch)
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