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Home » Kosten für die ARD? Ein überraschender Befund
Unterhaltung

Kosten für die ARD? Ein überraschender Befund

MitarbeiterBy MitarbeiterMai 18, 2026
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Kosten für die ARD? Ein überraschender Befund

Zahlen lassen aufhorchen

So viel zahlt die ARD wirklich für den ESC


18.05.2026 – 15:02 UhrLesedauer: 3 Min.

Vergrößern des Bildes

Sarah Engels: Die Sängerin vertrat Deutschland beim ESC 2026 mit ihrem Song „Fire“. (Quelle: IMAGO/STAR-MEDIA)

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Deutschland gilt beim ESC als größter Geldgeber. Doch was die ARD tatsächlich ausgibt, dürfte viele Zuschauer überraschen.

Jedes Mal, wenn Deutschland beim Eurovision Song Contest schlecht abschneidet, flammt dieselbe Debatte auf: Zahlt Deutschland zu viel, während andere Länder profitieren? Ein Blick auf die Zahlen offenbart einen unerwarteten Befund: Im Vergleich zu anderen TV-Großereignissen ist der ESC fast schon ein Schnäppchen.

Seit diesem Jahr ist der SWR innerhalb der ARD für den ESC verantwortlich. Zwar hüllt sich der Sender zu den exakten Kosten in Schweigen, sagt aber auf Anfrage, dass die Teilnahmegebühr für den Musikwettbewerb im „mittleren sechsstelligen Bereich“ liege. Im Vorjahr ging es da schon transparenter zu: Damals zahlte man laut NDR aus den Einnahmen des Rundfunkbeitrags etwas mehr als 472.000 Euro für die ESC-Teilnahme. Dementsprechend dürfte auch dieses Jahr rund eine halbe Million zusammengekommen sein.

Weniger als eine Million Euro für den ESC

Allerdings macht diese Gebühr nur einen Teil der Gesamtkosten aus. Hinzu kommen Ausgaben für den deutschen Vorentscheid, für Choreografen und Tänzer, die Bühnen-Outfits, für das ESC-Rahmenprogramm mit Barbara Schöneberger im Ersten sowie Honorare und Reisekosten für Mitarbeiter vor Ort. Zu welcher Zahl sich diese Teilkosten summieren, ist unklar. Branchenexperten gehen insgesamt von deutlich unter einer Million Euro für Deutschlands gesamte ESC-Teilnahme aus, die aus Mitteln des SWR und des ARD-Gemeinschaftsbudgets bezahlt werden.

  • ESC-Rückzug von Deutschland: Nicht nur feige, sondern kurzsichtig

Die Teilnahmegebühr ist dabei nicht für alle Länder gleich hoch. Sie richtet sich unter anderem nach der Größe des zuständigen Fernsehsenders und dem jeweiligen Übertragungsgebiet. Nordmazedonien zahlte 2022 knapp unter 40.000 Euro, Deutschland dagegen über 400.000 Euro.

Sarah Engels auf der Bühne (Archivfoto): Beim ESC fuhr die Kölnerin ein enttäuschendes Ergebnis ein.Vergrößern des Bildes
Sarah Engels auf der Bühne: Beim ESC fuhr die Kölnerin ein enttäuschendes Ergebnis ein. (Quelle: Matthias Gränzdörfer/imago)

Auch aus Spanien gab es in der Vergangenheit sehr konkrete Zahlen: Der spanische Sender RTVE musste nach einem Gerichtsurteil offenlegen, dass er für den ESC 2015 insgesamt knapp 397.000 Euro ausgegeben hatte, davon 287.000 Euro als Teilnahmegebühr. Spanien hat dieses Jahr den ESC aufgrund der Teilnahme Israels boykottiert, gehört aber normalerweise genauso wie Deutschland, Italien, Frankreich und Großbritannien zur sogenannten „Big Five“, also zu den finanzstärksten Geldgebern des ESC.

Den größten Kostenblock tragen diese Länder aber nicht, sondern alljährlich das Gastgeberland. Laut dem österreichischen Magazin „Standard“ beliefen sich die Gesamtkosten für den ESC 2026 in Wien auf rund 36 Millionen Euro. Die Europäische Rundfunkunion (EBU), die den Wettbewerb organisiert, stellt dabei nur einen Teil der Mittel bereit, die unter anderem über die Teilnahmegebühren aller Länder eingenommen werden. Den deutlich größeren Anteil trägt das jeweilige Gastgeberland selbst, das zwischen 10 und 20 Millionen Euro beisteuert.

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