WM-Sommer 2026

Bittere Nachrichten für Public-Viewing-Fans


16.04.2026 – 12:20 UhrLesedauer: 2 Min.

Deutschland-Fans beim Public Viewing (Archivfoto): Große Fanscharen werden sich in diesem Sommer wohl nicht in Köln versammeln können.

Deutschland-Fans beim Public Viewing (Archivfoto): Große Fanscharen werden sich in diesem Sommer wohl nicht in Köln versammeln können. (Quelle: Ben Kriemann/imago)

Keine Fanmeile, kein Public Viewing: Köln plant zur WM 2026 keine städtische Großveranstaltung. Woran das liegt.

Zur Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in Nordamerika wird es in Köln wohl kein großes Public Viewing mit tausenden Besuchern in der Stadt geben. Die Stadt selbst plant keine eigene Veranstaltung, wie etwa noch bei früheren Events, so ein Stadtsprecher zur Kölner Lokalredaktion von t-online in dieser Woche.

Die Begründung der Verwaltung demnach: „Die Erfahrungen der letzten Jahre und aus vergangenen Turnieren haben gezeigt, dass Bedarf an und Akzeptanz für Public Viewings zu Welt- und Europameisterschaften in der Bevölkerung – vor allem dann, wenn jene Events nicht im eigenen Land und auch nicht in Köln ausgetragen werden – nicht immer gegeben sind.“ Dennoch bereitet sich das Ordnungsamt Köln vor. Es prüft bereits, „wie, wo und zu welchen Partien der Außendienst schwerpunktmäßig eingesetzt werden muss.“

Konkrete Anträge auf Public Viewing im öffentlichen Raum lagen der Stadt Köln bislang ebenfalls noch keine vor – weder für städtisches Gelände noch für Privatflächen. Ähnliches gilt laut der Nachrichtenagentur dpa für Düsseldorf, Essen, Münster und Bielefeld. Einzig Duisburg vermeldet bereits neun eingereichte Anträge von Gaststätten und Biergärten für kleinere Veranstaltungen.

Köln steht damit nicht allein. Speziell eingerichtete Fanmeilen, wie sie zur Heim-EM 2024 an den Spielorten entstanden, sind diesmal in NRW kaum in Vorbereitung. Auch in Dortmund gibt es bislang keinen Beschluss für ein städtisches Public Viewing – wobei dort auf die verbleibende Zeit bis zum WM-Auftakt am 11. Juni verwiesen wird.

Ein zentrales Problem ist die Zeitverschiebung. Die WM findet in den USA, Kanada und Mexiko statt – viele Spiele werden erst spät übertragen und enden deutlich nach Mitternacht. Nach dem Immissionsschutzgesetz des Landes NRW gilt zwischen 22 und 6 Uhr grundsätzlich Nachtruhe.

Kommunen können zwar Ausnahmen beantragen, müssen dabei aber auch die Interessen von Anwohnern berücksichtigen. „Die bisherigen Ausnahmen bei der Nachtruhe – meist bis 24 Uhr oder 1 Uhr – stoßen hier an Grenzen“, erklärt Christian Schuchardt, Geschäftsführer des Städtetages NRW. Erfahrungsgemäß werde es dazu einen Erlass des Landes geben.

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