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Kehl-Aus beim BVB befeuert HSV-Spekulationen
Aktualisiert am 22.03.2026 – 15:03 UhrLesedauer: 7 Min.
Der Hamburger SV ist einer der größten Vereine Deutschlands. Im Newsticker auf t-online gibt es alle wichtigen Meldungen rund um die „Rothosen“.
Nach dem sofortigen Aus von Sebastian Kehl als Sportdirektor bei Borussia Dortmund nehmen die Spekulationen über einen Wechsel zum Hamburger SV Fahrt auf. Der 46-Jährige gilt seit Wochen als aussichtsreicher Kandidat für den Posten des Sport-Geschäftsführers beim Bundesliga-Rückkehrer und möglicher Nachfolger von Stefan Kuntz. Laut Berichten wurde beim HSV eine Headhunter-Agentur in die Suche eingebunden, auch der aktuelle Sportdirektor Claus Costa zählt zum Kandidatenkreis.
Kehl, der seit Juli 2022 in Dortmund tätig war und den Klub nach mehr als 20 Jahren verlässt, soll den Wunsch haben, in eine höhere Managementebene aufzusteigen. Bereits im Januar war er mit HSV-Gerüchten konfrontiert worden, hatte damals jedoch seinen Fokus auf die Transferphase beim BVB betont. Es hatte bereits länger Kritik an Kehls Personalplanungen gegeben, die Trennung zum jetzigen Zeitpunkt kommt dennoch überraschend.
Nach dem Bundesligaspiel zwischen Borussia Dortmund und dem Hamburger SV (3:2) ist es am Samstagabend zu einer gewaltsamen Auseinandersetzung in der Dortmunder Innenstadt gekommen. Laut Polizei lieferten sich Anhänger beider Vereine eine Massenschlägerei, die nur durch ein massives Eingreifen der Einsatzkräfte beendet werden konnte.
Insgesamt wurden 152 Personen vorübergehend in Gewahrsam genommen, wie die Polizei mitteilte. Informationen über mögliche Verletzte lagen zunächst nicht vor. Es sollen Strafanzeigen wegen Landfriedensbruchs gestellt werden, weitere Details werden nach Abschluss der Ermittlungen erwartet.
Der Hamburger SV hat nach einer starken ersten Halbzeit eine bittere 2:3-Niederlage bei Borussia Dortmund hinnehmen müssen und wichtige Punkte im Abstiegskampf liegen gelassen. Nach Treffern von Philip Otele und Albert Sambi Lokonga führten die Hamburger zur Pause verdient mit 2:0, ehe der BVB im zweiten Durchgang zurückkam. Besonders schmerzhaft aus HSV-Sicht: Gleich drei Elfmeter wurden gegen die Mannschaft gepfiffen, zwei davon verwandelte Ramy Bensebaini. Am Ende stand trotz guter Ausgangslage eine Niederlage, die die Mannschaft von Trainer Merlin Polzin hart trifft.
Entsprechend selbstkritisch zeigte sich HSV-Mittelfeldspieler Miro Muheim, der den entscheidenden Handelfmeter verursachte. „Am Ende war es ein Spiel mit zu vielen kleinen Fehlern von uns. Wenn du drei Elfmeter gegen dich kriegst, dann kannst du so ein Spiel halt nicht gewinnen“, sagte er. Zu seiner eigenen Aktion erklärte er: „Ich darf meine Hände da nicht so hoch ziehen. Ein dummer Fehler von mir, wird nicht mehr passieren.“ Trotz der Enttäuschung schwor Trainer Polzin sein Team unmittelbar nach Abpfiff auf die verbleibenden Spiele im Abstiegskampf ein.









