Aachener Streuner
Kastrationspflicht für Katzen lässt weiter auf sich warten
02.10.2026 – 15:33 UhrLesedauer: 2 Min.
In der Städteregion Aachen läuft aktuell eine Kampagne zur Kastration von Katzen. Tierschützer fordern verbindliche Regeln für alle Freigänger.
Tierheim und Tierschutzverein der Städteregion Aachen führen aktuell ihre dritte Kastrationskampagne für Katzen durch. Unter dem Motto „Besser für die Katz!“ können Besitzer ihre Tiere bis zum 30. Oktober bei teilnehmenden Tierärzten zum regulären Gebührensatz kastrieren lassen. Hierbei erhalten einkommensschwache Halter einen Zuschuss. Bereits in den ersten beiden Kampagnenrunden wurden nach Vereinsangaben mehr als 400 Katzen und Kater kastriert, wie die „Aachener Zeitung“ berichtet.
Marlies Bungert, Tierschutzbeauftragte und Leiterin der Katzenfanggruppe des Tierheims, erklärt den Nutzen der Kastration auch für Halter eigener Katzen. Durch die Kastration könne man etwas für die Gesundheit des eigenen Tieres machen. Denn bei der Paarung bestehe die Gefahr, dass sich Katzen und Kater mit tödlichen Krankheiten wie FIV (umgangsspachlich: Katzen-Aids) ansteckten.
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Unkastrierte Kater gerieten zudem häufig in Revierkämpfe und trügen dabei teils schwere Verletzungen davon. Komme es dennoch zu ungewolltem Nachwuchs, seien viele Besitzer mit Versorgung, Aufzucht und Kosten überfordert.
Keine verbindliche Regelung für die Stadt Aachen
Die Stadt Aachen und die übrigen Kommunen der Region täten sich seit Jahren schwer mit einer verbindlichen Regelung, obwohl es politische Vorstöße gegeben habe. Im Jahr 2024 erteilte der Städteregionstag nach einem Antrag der FDP einen Prüfauftrag zur Einführung einer Verordnung zum Schutz freilebender Katzen.
Daraufhin habe sich laut Marion Wingen vom städteregionalen Presseamt ein Arbeitskreis unter Federführung des Amts für Verbraucherschutz, Tierschutz und Veterinärwesen gegründet. An ihm sollen alle regionsangehörigen Kommunen, bekannte Tierschutzorganisationen und das städteregionale Ordnungsamt beteiligt seien.