„Wenn du ein Gewinnertyp sein willst“
Was Julian Nagelsmann seinen Kindern beibringt
17.06.2026 – 16:14 UhrLesedauer: 2 Min.
Während seiner Trainerkarriere musste Julian Nagelsmann lernen, mit Niederlagen umzugehen. Seinen Kindern allerdings möchte er gar nicht erst beibringen, dass sie verlieren können.
Nach dem Aus im EM-Viertelfinale 2024 bezeichnete die spanische Tageszeitung „Marca“ den Bundestrainer als „schlechten Verlierer“. Bei der Digitalzeitung „OkDiario“ hieß es wiederum: „Nagelsmann kann nicht verlieren“. Er selbst bezeichnete sich in der Vergangenheit als Ehrgeizling. Das beeinflusst nicht nur seine ganze Karriere, sondern auch die Erziehung seiner Kinder.
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„Das ist mir auch ganz wichtig, dass auch meinen Kindern nicht beizubringen, dass sie verlieren können, sondern dass man eine Niederlage akzeptiert“, erzählt er 2022 im FC-Bayern-Video-Podcast. Der damalige Bayern-Trainer unterscheidet dabei konkret zwischen verlieren können und der Akzeptanz einer Niederlage. Grundsätzlich spiele er jedes Spiel, um zu gewinnen. „Wenn du verlieren kannst, brauchst du nicht spielen“, fügt Nagelsmann hinzu.
Aus seiner ersten Ehe hat der Bundestrainer zwei Kinder. Sein Sohn wurde 2015 geboren, seine Tochter 2020. Mit seiner aktuellen Ehefrau Lena Wurzenberger hat er keine Kinder.
Niederlagen machen einen Gewinnertypen aus
Nagelsmann beantwortet aber auch die Frage, was für ihn einen Gewinnertypen ausmacht und wie er seine Kinder dahingehend erziehen möchte. Prinzipiell solle es einen Sieger geben und wenn man verlieren könne, sei das der erste Schritt, dass man nicht so ein richtiger Gewinnertyp sei. „Wenn du ein Gewinnertyp sein willst, sind Niederlagen dafür da, sie auch mal zu akzeptieren und daraus zu lernen“, so der Bundestrainer.
Zum ersten WM-Gruppenspiel von Deutschland gegen Curaçao musste Julian Nagelsmann von dieser Devise noch keinen Gebrauch machen. Die Nationalmannschaft feierte am Sonntag einen 7:1-Kantersieg gegen das Team aus der Karibik.
