Fronleichnam in München

Kardinal Marx feiert Gottesdienst auf dem Marienplatz

Aktualisiert am 02.06.2026 – 06:48 UhrLesedauer: 1 Min.

Kardinal Marx (Archivbild): Der Erzbischof von München und Freising macht den Auftakt in München. (Quelle: Felix Hörhager/dpa/dpa-bilder)

Nur noch knapp jeder Vierte in München ist katholisch. Trotzdem wird Fronleichnam in der Stadt so gefeiert wie seit Jahrhunderten. Was dahintersteckt.

Weihrauch, Ministranten, Heiligenfiguren, Fahnen und Blumen: Am Donnerstag begeht die katholische Kirche in München Fronleichnam – mit dem vollen zeremoniellen Programm, das das Fest seit Jahrhunderten prägt.

Dabei steht die Kirche unter Druck: Mitgliederschwund, Reformdebatten und Personalnot belasten sie. Und doch entfaltet ihre Liturgie und ihre Rituale weiterhin eine große Faszination. Den Auftakt in München macht Kardinal Reinhard Marx, Erzbischof von München und Freising, mit einem Gottesdienst auf dem Marienplatz. Anschließend zieht die Prozession durch die Innenstadt.

Bayern ist Fronleichnam gesetzlicher Feiertag

Im Mittelpunkt des Festzugs steht die Monstranz – ein kostbares Gefäß, in dem die geweihte Hostie mitgetragen wird. Das „Hochfest des Leibes und Blutes Christi“ wird bereits seit dem 13. Jahrhundert gefeiert. Papst Urban IV. erhob es 1264 zum offiziellen Kirchenfest.

Fronleichnam in München. (Quelle: Marc Müller/Archiv/dpa)

Die erste Prozession im heutigen Bayern fand vermutlich 1286 im Kloster Benediktbeuern statt. In Bayern ist Fronleichnam gesetzlicher Feiertag. Zum 31. Dezember 2025 gehörten laut Stadtangaben 22,8 Prozent der Münchner Bevölkerung der katholischen Kirche an, 8,3 Prozent der evangelischen.

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