Abstimmung läuft
Jugendwort 2026: Das bedeuten die Favoriten
Aktualisiert am 28.07.2026 – 08:16 UhrLesedauer: 3 Min.
Jugendsprache bleibt für Außenstehende oft ein Rätsel. Wer mitreden will, sollte in diesem Jahr diese zehn Begriffe kennen. Dann gehen jugendliche Gesprächspartner auch nicht Crashout.
Einmal im Jahr entscheiden Menschen zwischen 11 und 20 Jahren darüber, welche Sprachfloskel sie besonders angesagt finden. In diesem Jahr haben wieder zehn Begriffe die Chance, „Jugendwort des Jahres“ zu werden. Ein besonders häufig genannter Begriff wurde von der Jury des Langenscheidt-Verlags allerdings nicht für die Endrunde zugelassen. Woran das lag und was die Begriffe in den Top 10 bedeuten (Voting läuft nun drei Wochen):
„67“
Was die Zahlenfolge – gesprochen „six seven“ – genau bedeutet, können nicht einmal die Jugendlichen selbst erklären. Sie wird häufig als Insider verwendet und passt eigentlich bei jeder Gelegenheit – inklusive der abwägenden Handbewegung. Entstanden ist der Hype in den USA durch TikTok, Basketball-Memes und den Song „Doot Doot (67)“ des Rappers Skrilla.
„Crashout“
Verliert man komplett die Fassung, rastet aus oder reagiert extrem emotional, dann erlebt man einen „Crashout“. Kann laut Langenscheidt-Verlag sowohl ernsthaft als auch ironisch verwendet werden. Beispiel: „Wenn mein Akku gleich ausgeht, gehe ich Crashout.“
„Digga“
Der Ausruf ist ein absoluter Klassiker unter den Jugendwörtern. Immer wieder schafft er es in die Endauswahl. Kann je nach Situation Bruder, Kumpel, Bro bedeuten – oder als Anrede für jedermann Herhalten: „Digga, was war das denn?!“
„Du bist gut genug“
Die Passage aus dem viralen Song des Produzentenduos Kitschkrieg mit Blumengarten und Shirin David hat sich nicht nur auf TikTok rasant verbreitet. Inzwischen gibt es dazu zahllose Memes, Interpretationen und Parodien. In sozialen Medien wird der charakteristisch mit Kopfstimme gesungene Refrain etwa abgewandelt zu „Arbeitszeitbetruuuuug“ oder „Es ist warm genuuuuug.“
„Gute Käse“
Wenn etwas nicht nur gut genug ist, sondern richtig gut oder sogar stabil, dann ist es laut Langenscheidt-Verlag „gute Käse“. Eine wörtliche Bedeutung hat die Floskel demnach nicht. Sie wird als Lob oder Zustimmung verwendet. Zum Beispiel: „Der Song ist wirklich gute Käse.“
„Macker“
Der Begriff sagt sogar den Älteren etwas und erlebt nun mit eigentlich derselben Bedeutung ein Revival. Er wird je nach Kontext für Freund, Crush oder Kumpel verwendet, oft ironisch oder liebevoll: „Mein Macker kommt später noch vorbei.“
„Peak“
Bedeutet im Englischen „Gipfel“ und wird auch in der Jugendsprache so verwendet. Ist etwas „peak“, dann ist es das Beste vom Besten oder der absolute Höhepunkt. Beispiel: „Das Konzert war echt Peak.“
„Ragebait“
Wer Clickbait kennt, der kann sich auch Ragebait gut erklären. Gemeint sind Inhalte in sozialen Medien, die absichtlich triggern sollen. Etwa mit provokanten Thesen, Falschbehauptungen oder wilden Meinungen soll versucht werden, Wut auszulösen. Das wird bekanntlich vom Algorithmus belohnt und bringt Kommentare, Likes und Reichweite.
„Schere“
Bedeutet so viel wie „Mein Fehler.“ Der Begriff kommt aus der Gaming-Szene und wird dort verwendet, um sich nach einem blöden Fehler zu entschuldigen. Kann aber auch in allen anderen Alltagssituationen verwendet werden. Beispiel: „Schere. Habe mich wochenlang nicht gemeldet.“
„Süper“
Stammt aus dem Türkischen und bedeutet „super“. Bekannt geworden ist die Floskel laut Langenscheidt-Verlag durch ein virales Video eines Ultramarathonläufers, der nach seinen Rennen auf die Frage, wie es ihm gehe, mit „Süper!“ antwortete.










