Ein Erklärungsversuch

Maffay zum AfD-Erfolg: Man darf jetzt nicht bequem sein

23.09.2026 – 06:36 UhrLesedauer: 1 Min.

Peter Maffay: Der Sänger kam 1949 im rumänischen Brașov zur Welt. (Quelle: Clemens Niehaus/Imago)

Die Wahlsiege der AfD versteht Peter Maffay als Ergebnis mangelnder Nähe der etablierten Parteien zu den Menschen. Für sich selbst sieht er eine Verpflichtung.

Der Rockstar Peter Maffay erklärt die Wahlerfolge der AfD in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern mit einer „Unzulänglichkeit“ der demokratischen Parteien. „Sie haben die Bindung zu den Menschen verloren und ignorieren deren Grundbedürfnisse und Ängste. Sie sprechen nicht mehr deren Sprache“, sagte der 77-Jährige dem Magazin „Stern“.

Der Sänger ergänzte: „Das hat dazu geführt, dass viele Menschen plötzlich die AfD wählen. Die sind nicht alle rechtsradikal.“ In seiner Rolle als Künstler müsse man Gegenwind aushalten können. „Es ist unsere Verpflichtung, uns zu äußern. Jetzt bequem zu sein, wäre gefährlich.“

Peter Maffay zählt zu den erfolgreichsten Musikern Deutschlands und hat mit seiner Karriere über Jahrzehnte hinweg die Musiklandschaft geprägt. Neben seiner Arbeit als Sänger und Komponist ist er für das Kinderprojekt „Tabaluga“ bekannt und engagiert sich in sozialen und gesellschaftlichen Bereichen. Für seinen Einsatz gegen Gewalt, Rassismus sowie für Kinder und Umwelt wurde er mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

Gemeinsam mit Johannes Oerding bringt Maffay im Herbst ein gemeinsames Album heraus. Es trägt den Titel „Nashville“ und erscheint am 2. Oktober.

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