Angst vor Altersarmut
Geldsorgen im Alter – eine Gruppe trifft es besonders
25.02.2026 – 07:01 UhrLesedauer: 3 Min.

Zwei Drittel der Frauen rechnen im Alter mit finanziellen Einschränkungen. Neue Umfragen zeigen, wie groß die Unterschiede bei der Altersvorsorge sind.
Frauen verdienen im Schnitt noch immer 16 Prozent weniger als Männer. Auf dieses geschlechtsspezifische Lohngefälle macht der Equal Pay Day Jahr für Jahr aufmerksam, der dieses Jahr am 27. Februar stattfindet. Zwei aktuelle Umfragen zeigen: Die Lohnlücke wirkt weit über das Berufsleben hinaus. Besonders mit Blick auf die finanzielle Absicherung im Alter sind Frauen deutlich pessimistischer als Männer.
Fast jede zweite Frau in Deutschland (47 Prozent) schätzt ihre finanzielle Lage im Rentenalter als schlecht oder sehr schlecht ein. Weitere zehn Prozent wissen nicht, wie gut sie abgesichert sind. Unter Männern sorgt sich dagegen „nur“ gut jeder Dritte (35 Prozent) um eine unzureichende Altersvorsorge. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Innofact im Auftrag des Vergleichsportals Verivox hervor.
Während 57 Prozent der Männer optimistisch auf ihre finanzielle Zukunft blicken, ist die Skepsis unter Frauen deutlich ausgeprägter. Insgesamt fürchten 66 Prozent der Frauen, sich im Alter finanziell einschränken zu müssen – bei den Männern sind es 55 Prozent.
Auffällig: Die Unsicherheit steigt mit zunehmendem Lebensalter. Unter jungen Frauen zwischen 18 und 29 Jahren befürchtet knapp jede Dritte (39 Prozent), im Alter nicht ausreichend abgesichert zu sein. Bei den 30- bis 49-Jährigen sind es bereits 47 Prozent. In der Altersgruppe von 50 bis 79 Jahren bewertet sogar jede zweite Frau ihre Altersvorsorge als schlecht. Auch bei Männern nehmen die Sorgen mit den Lebensjahren zu – allerdings auf niedrigerem Niveau.
Die strukturellen Unterschiede zeigen sich auch bei der privaten Altersvorsorge. Zwar geben 67 Prozent der Deutschen an, finanziell vorzusorgen, um ihren Lebensstandard im Alter zu sichern. Bei Frauen beschränkt sich diese Vorsorge jedoch häufig auf kleinere monatliche Beträge. Jeweils 21 Prozent sparen zwischen 1 und 50 Euro beziehungsweise zwischen 51 und 100 Euro im Monat. Höhere Sparbeträge sind deutlich seltener: Nur 9 Prozent der Frauen legen monatlich mehr als 200 Euro für ihre Altersvorsorge beiseite.
Männer verfügen dagegen häufiger über entsprechende finanzielle Spielräume. Mit 18 Prozent ist bei den männlichen Befragten der Anteil derer, die über 200 Euro monatlich in die private Altersvorsorge stecken, mehr als doppelt so groß.










