Brent
Ölpreise über 100 Dollar
10.09.2026 – 08:20 UhrLesedauer: 2 Min.
Im Persischen Golf ist die Lage angespannt. Das macht sich auch im Ölpreis bemerkbar, der die 100-Dollar-Marke weiter übertrifft.
Die Ölpreise haben am Donnerstag im frühen Handel angesichts der unveränderten Lage am Persischen Golf ihre jüngsten Gewinne gehalten. Ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Referenzsorte Brent aus der Nordsee mit Lieferung im November kostete zuletzt rund 101 US-Dollar und damit etwas weniger als am Vorabend. In der Spitze lag der Brentpreis am frühen Morgen bei 101,94 US-Dollar.
Unterdessen war laut örtlichen Medienberichten im Bereich der Straße von Hormus zu Explosionen gekommen. Betroffen seien die Insel Gheschm in der Meerenge sowie die Städte Sirik und Minab, berichtete die staatliche iranische Nachrichtenagentur Irna unter Berufung auf amtliche Quellen. Die Explosionen hätten sich auf dem Meer ereignet, hieß es weiter. Die Ursache der Explosionen sowie die genaueren Umstände blieben zunächst unklar.
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Das US-Militär hatte zuletzt mehrfach iranische Öltanker in der Straße von Hormus oder angrenzenden Gewässern angegriffen. Es reagierte damit nach eigener Darstellung auf Attacken der Iranischen Revolutionsgarden auf US-Kriegsschiffe in der Region.
Relative Ruhephase im Krieg ist zuende
Die wieder aufgeflammten Kämpfe der vergangenen Woche beendeten eine Phase relativer Ruhe und trieben die Preise für Öl und Erdgas nach oben. Brent hat sich in diesem Jahr bislang um fast 70 Prozent verteuert, liegt aber noch deutlich unter dem Kriegshoch von 126 US-Dollar je Barrel aus dem April.
Für deutlich höhere Preise müsse sich die jüngste Eskalation jedoch stärker in erneuten Störungen der Rohöllieferungen durch die Straße von Hormus niederschlagen, sagte Warren Patterson, Rohstoffstratege bei der niederländischen Bank ING, der Nachrichtenagentur Bloomberg.
