Erste Tränen bei „Promi Big Brother“

Ex-Fußballstar Christian Lell: „Ich habe alles verloren“


06.10.2026 – 21:59 UhrLesedauer: 3 Min.

Christian Lell: Der Ex-Profifußballer zählt zu den diesjährigen PBB-Kandidaten. (Quelle: IMAGO/Gartner)

Christian Lell blickt bei „Promi Big Brother“ auf Erfolge und schwere Krisen zurück. Besonders die Erinnerungen an seine verstorbene Schwester bewegen ihn.

Als Fußballprofi feierte er große Erfolge. Mit dem FC Bayern gewann Christian Lell zweimal die deutsche Meisterschaft und den DFB-Pokal. Mit 29 Jahren beendete er seine Profikarriere und wurde Unternehmer. Doch glücklich machte Christian Lell das offenbar nicht. In der zweiten Folge von „Promi Big Brother“ sprach der 42-Jährige über seine Vergangenheit – und wurde dabei emotional.

„Es war eine schöne Zeit in meinen 20ern, muss ich sagen“, erzählte Lell seiner Mitbewohnerin Tessa Bergmeier. Nach dem Fußball sei er jedoch an einem Punkt angelangt, an dem er alle Ziele erreicht hatte, die er sich gesetzt hatte. Gleichzeitig musste er einen schweren Verlust verkraften: „Der Tod meiner Schwester hat eine sehr große Rolle gespielt. Sie ist sehr früh gegangen.“

Marie-Therese litt seit ihrer Geburt an der erblich bedingten Stoffwechselerkrankung Mukoviszidose. Sie wurde nur 27 Jahre alt. Im Sprechzimmer kamen Lell bei den Erinnerungen an seine Schwester die Tränen. „Es ist ein lachendes und ein weinendes Auge“, sagte er. „Ein lachendes, weil sie mir auch die Erkenntnis gebracht hat, das Leben wieder zu genießen. Aber natürlich ein weinendes, weil du diesen Menschen nicht mehr anfassen kannst, nicht mehr sehen kannst.“

Der Verlust fiel in die Zeit seines Abschieds vom Profifußball. Lell spielte zuletzt für den spanischen Verein UD Levante, sein Vertrag wurde Anfang 2014 aufgelöst. Damals war er erst 29 Jahre alt. Wenige Monate später starb seine Schwester. In den Profifußball kehrte er anschließend nicht mehr zurück. Allerdings spielte er ab 2015 noch kurz für den TSV Weyarn in der Kreisklasse. Dieses Engagement endete im Frühjahr 2016.

„Ich bin immer mehr von mir weggelaufen“

Nach seiner Profikarriere wechselte Lell in die Immobilienbranche. Doch der neue Erfolg verschärfte nach seiner Darstellung die persönliche Krise. „Dann wurde es noch schlimmer, weil ich noch erfolgreicher wurde“, erzählte er Tessa Bergmeier. „Ich bin völlig abgedriftet“, so Lell. Er habe auf seiner Jacht auf Ibiza gelebt. „Ich bin immer mehr von mir weggelaufen.“ Im Sprechzimmer beschrieb er diesen Zustand mit den Worten: „Da ist kein Gefühl da, keine Dankbarkeit, du siehst nichts mehr, wie in einem goldenen Käfig.“

Vor drei, vier Jahren sei schließlich alles zusammengebrochen. „Ich bin in eine Depression gerutscht.“ Kurz darauf sei auch das Unternehmerische weggebrochen. Rückblickend habe dieser Einschnitt für ihn jedoch auch etwas Befreiendes gehabt: „Das war wie ein Seelenfrieden.“ Seine Erkenntnis fasste er im Sprechzimmer so zusammen: „Ich habe alles verloren, aber eigentlich auch alles gewonnen, nämlich mich und mein Herz.“

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