Hoffnung aufs Weiterkommen

Botschaft in der Kabine: Iran appelliert an Österreich

27.06.2026 – 11:38 UhrLesedauer: 2 Min.

Irans Nationalmannschaft bangt noch um das Weiterkommen bei der WM (Quelle: IMAGO/Steve Faber/imago)

Der Iran kämpft bei der WM als Gruppendritter ums Weiterkommen – und beklagt dabei massive Benachteiligungen. Das Nationalteam appelliert nun an andere WM-Teilnehmer.

Die iranische Nationalmannschaft hat die Gruppenphase der WM als sechstbester Gruppendritter abgeschlossen – so ist zumindest der Stand am Samstagvormittag. Mit drei Punkten und ausgeglichener Tordifferenz steht das Team vor dem erstmaligen Einzug in eine K.-o.-Runde. Ob es wirklich dazu kommt, entscheiden aber andere: Der Iran ist auf Schützenhilfe angewiesen, denn noch drei Teams könnten in der Tabelle der Gruppendritten vorbeiziehen.

Besonders das Duell zwischen Ralf Rangnicks Österreichern und Algerien rückt in den Fokus. Beide Teams treffen in der Nacht zu Montag (ab 4 Uhr im Liveticker auf t-online) zum Abschluss der Gruppe J aufeinander – mit je drei Punkten. Bei einem Remis wären beide Mannschaften weiter, ein Ausscheiden des Irans wiederum wäre damit wahrscheinlicher.

  • Zwei große Probleme: Toni Kroos spricht düstere DFB-Prognose aus
  • WM-Newsblog: Turnieraus für verletzten Stammspieler

Das „Team Melli“ hat seine Hoffnung auf Fairplay gesetzt – und das wortwörtlich. Wie schon nach dem zweiten Vorrundenspiel in Los Angeles hinterließ die Mannschaft auch nach dem abschließenden Gruppenspiel eine handschriftliche Botschaft in der Kabine. „Fairplay ist nicht nur ein Grundsatz in den Fußballregeln, es ist die Seele des Spiels“, schrieben die Iraner auf eine Tafel. Daneben listeten sie alle Teams auf, die ihnen noch das Weiterkommen verwehren könnten – darunter Österreich, Algerien, Usbekistan und Kroatien. „Punkte können auf verschiedenen Wegen gewonnen werden, Respekt nicht“, hieß es weiter.

Im Video | Tor-Drama in der Nachspielzeit

Player wird geladen

Quelle: MagentaTV

Stürmer Ramin Rezaeian hatte mit seinem Treffer das 1:1 (1:1) gegen Ägypten gesichert. Der Einzug ins Sechzehntelfinale würde den Iranern „alles bedeuten“, sagte er laut SID. Iran hat bislang noch nie die K.-o.-Runde bei einer Weltmeisterschaft erreicht.

Trainer Amir Ghalenoei äußerte sich auf der Pressekonferenz nach dem Ägypten-Spiel zudem kritisch zu den Bedingungen beim Turnier. „Sie haben uns schrecklich behandelt. Wir hätten schon viel früher einreisen müssen, aber das haben sie verhindert“, beklagte er. „Nach dem Spiel müssen wir schnell wieder zurück in unser Hotel in Tijuana, das sind drei Stunden Flug. Die Zeit verlieren wir für die Regeneration. Wir sind das unterdrückteste Team der ganzen WM.“

Share.
Exit mobile version