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Home » Insolvenz: Fliesen-Zentrum Deutschland erneut zahlungsunfähig
Wirtschaft

Insolvenz: Fliesen-Zentrum Deutschland erneut zahlungsunfähig

MitarbeiterBy MitarbeiterAugust 8, 2026
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Insolvenz: Fliesen-Zentrum Deutschland erneut zahlungsunfähig

Krise in der Baubranche

400 Mitarbeiter betroffen: Fliesen-Zentrum Deutschland ist insolvent


08.08.2026 – 09:03 UhrLesedauer: 2 Min.

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Ein Fliesenleger bei der Arbeit (Symbolbild): Das Fliesen-Zentrum Deutschland ist von der schwierigen Wirtschaftslage in der Baubranche betroffen. (Quelle: IMAGO/Michael Bihlmayer/imago)

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Die Baukrise setzt den Fliesen- und Baustoffhandel weiter unter Druck. Beim Fliesen-Zentrum Deutschland soll ein vorläufiger Insolvenzverwalter nun einen Investor finden.

Die Fliesen-Zentrum Deutschland GmbH hat erneut Insolvenz angemeldet. Das Amtsgericht Wittlich ordnete am 31. Juli die vorläufige Verwaltung des Vermögens an, wie aus einer Insolvenzbekanntmachung hervorgeht. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Ingo Grünewald bestellt. Rund 400 Mitarbeiter sind betroffen.

Das Unternehmen mit Sitz in Föhren in Rheinland-Pfalz betreibt bundesweit zwölf Standorte im Groß- und Einzelhandel für Fliesen, Baustoffe und Bodenbeläge. Die Löhne und Gehälter der Beschäftigten sind nach Angaben des Insolvenzverwalters bis Oktober über die Bundesagentur für Arbeit gesichert.

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Grünewald will den Geschäftsbetrieb zunächst stabilisieren und einen Investor suchen. „Wir unternehmen alles, um den Geschäftsbetrieb zu stabilisieren. Unser Ziel ist es, den Abverkauf so schnell wie möglich wieder aufzunehmen, sodass Kunden, die Ware bestellt haben, diese in Kürze beziehen können“, sagte er laut Mitteilung.

Erst 2025 Insolvenz abgeschlossen

Für das Fliesen-Zentrum ist es bereits die zweite Insolvenz innerhalb kurzer Zeit. Erst im November 2024 hatte das Unternehmen einen Insolvenzantrag gestellt. Im Juli 2025 stimmten die Gläubiger einem Insolvenzplan zu, die Fortführung galt damals als gesichert.

Nun soll nach Möglichkeit ein Käufer für den gesamten Betrieb oder wesentliche Teile gefunden werden. Grünewald sagte der „Bild“-Zeitung: „Wir brauchen einen Investor, der in der Lage ist, diese anhaltende Krise in der Bauwirtschaft auszusitzen.“ Er führe bereits konkrete Gespräche mit Interessenten.

Traditionsfirma seit 1890

Die wirtschaftlichen Probleme hängen nach Angaben des Insolvenzverwalters vor allem mit der Krise der Baubranche zusammen. Der Fliesenhandel habe ab 2023 Umsatzrückgänge von 30 Prozent verzeichnet, 2024 sei ein weiteres Minus von zehn Prozent hinzugekommen. Zusätzlich hätten höhere Einkaufspreise, die Einführung eines neuen SAP-Systems und der Umzug in ein neues Zentrallager in Föhren das Unternehmen belastet.

Das Familienunternehmen wurde 1890 von Peter Philipp Friedrich gegründet und später unter dem Namen „Platten Friedrich Trier“ bekannt. Heute wird es laut Unternehmensangaben in fünfter Generation von der Familie Friedrich geführt.

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