„Sonntagstrend“

Umfrage: Grüne überholen die SPD

26.07.2026 – 04:12 UhrLesedauer: 2 Min.

Franziska Brantner, Bundesvorsitzende der Grünen: Ihr Partei kann in einer Umfrage zulegen. (Archivbild) (Quelle: IMAGO/M. Popow/imago)

Die AfD verliert in der aktuellen Insa-Umfrage leicht, liegt aber weiter vorn. Der Abwärtstrend der SPD setzt sich fort.

Die Bundesregierung aus Union und SPD kommt trotz eines Umbaus im Kabinett nicht aus ihrem Umfragetief. Das zeigt der aktuelle Sonntagstrend des Instituts Insa, über den die „Bild am Sonntag“ berichtet.

In der Erhebung bleibt die AfD mit 28 Prozent stärkste Kraft, verliert aber einen Punkt im Vergleich zur Vorwoche. Die Union stagniert bei 21 Prozent. Die SPD gibt einen weiteren Prozentpunkt ab und landet nur noch bei 12 Prozent. Damit kommt die schwarz-rote Regierung zusammen auf 33 Prozent – bei der Bundestagswahl 2025 waren es noch 45 Prozent.

Besonders bitter fällt der Trend für die SPD aus: Die Grünen bauen ihren Vorsprung vor den Sozialdemokraten aus. Sie erreichen 14 Prozent, legen einen Punkt zu und liegen damit nun zwei Punkte vor der SPD. In der Insa-Umfrage sind sie drittstärkste Kraft. Die Linke kommt auf 11 Prozent. Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) liegt bei vier Prozent, ebenso die FDP. Sonstige Parteien erreichen zusammen sechs Prozent.

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Unzufriedenheit mit Merz ist groß

Auch für Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) bringen die neuen Zahlen keinen Stimmungswechsel. 75 Prozent der Befragten sind laut Insa mit seiner Arbeit unzufrieden, ein Plus von einem Punkt. Nur 18 Prozent geben an, zufrieden zu sein. Ein leichter Bewegungseffekt zeigt sich bei der Bewertung der Bundesregierung insgesamt: Die Unzufriedenheit steigt zumindest nicht weiter. 19 Prozent der Befragten sind mit der Arbeit der schwarz-roten Koalition zufrieden, das sind zwei Punkte mehr als zuletzt. 74 Prozent äußern Unzufriedenheit.

Die Umfrage fällt in die Woche des Rücktritts von Jens Spahn (CDU) als Vorsitzender der Unionsfraktion im Bundestag und in eine Phase personeller Neuordnung an zentralen Stellen der Regierung. Kanzleramtschef Thorsten Frei (CDU) übernimmt demnach die Funktion von Spahn. Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) rückt für Frei nach. Ihr bisheriger Posten als Generalsekretär der CDU wird von Carsten Linnemann (CDU) übernommen.

Trotz dieser Rochade im Machtzentrum der Union und im Bundeskabinett bleibt der erwartete Aufwind für Schwarz-Rot in den INSA-Zahlen aus. Die AfD behauptet ihre Spitzenposition, die Grünen setzen sich vor die SPD, und die Regierungsparteien kommen insgesamt nur auf ein Drittel der Stimmen.

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