„Und auch die Enkel enterbe ich“
Ingrid van Bergen rechnet in Testament mit Familie ab
23.09.2026 – 17:21 UhrLesedauer: 2 Min.
Im November 2025 verstarb Ingrid van Bergen im Alter von 94 Jahren. Nun wurde das Testament verlesen. Darin wählte die Schauspielerin klare Worte.
Ingrid van Bergen hatte zwei Töchter. Die Jüngere starb im Alter von 26 Jahren an einer Herzinsuffizienz. Zu ihrer anderen Tochter scheint die Schauspielerin ebenfalls kein gutes Verhältnis gehabt zu haben. Das wird in ihrem Testament deutlich.
Dieses wurde am Mittwochmorgen im Amtsgericht Winsen eröffnet. „Bild“ liegt das Schriftstück vor. Van Bergen hatte ihren letzten Willen schon am 29. Dezember 2009 handschriflich verfasst, im Jahr ihres Dschungelcamp-Sieges.
„Und auch die Enkel enterbe ich“
In dem Testament heißt es: „Meine Tochter Andrea, die sich seit Jahrzehnten nicht um mich kümmert und auch die Enkel enterbe ich.“ Stattdessen geht all ihr Hab und Gut an ihre Freundin Sieglinde Schnitzler. Sie war bis zu ihrem Tod an ihrer Seite.
„Im Falle meines Todes oder Verlustes meiner geistigen Kräfte durch Unfall oder Krankheit verfüge ich, dass mein Eigentumsanteil am Anwesen in Eyendorf in den Besitz von Sieglinde Schnitzler in München übergeht. Ebenso alles bewegliche und unbewegliche Inventar sowie meine Tiere“, steht in dem Testament geschrieben. Das besagte Anwesen gehörte Schnitzler bereits zur Hälfte.

Sieglinde „Linda“ Schnitzler und Ingrid van Bergen lernten sich im Gefängnis kennen. Van Bergen wurde 1977 wegen Totschlags zu sieben Jahren Haft verurteilt. Die damals 46-Jährige hatte ihren Verlobten Klaus Knaths in einem Rausch aus Eifersucht, Alkohol und Valium mit drei Pistolenkugeln niedergestreckt. Schnitzler war ebenfalls verurteilt worden, weil sie die neue Freundin ihrer Geliebten erschossen hatte.
Bis zu van Bergens Tod waren die Frauen eng befreundet, lebten zusammen und Schnitzler kümmerte sich um die Schauspielerin, als sie zuletzt erblindet war. Zur Testamentseröffnung sagte sie lediglich: „Mir wäre lieber, meine Ingrid wäre noch da. Ich habe ihren Tod nicht verwunden, sie fehlt mir jeden Tag.“