Zwei neue FSME-Risikogebiete in 2026

Vorsicht, hier lauern jetzt gefährliche Zecken


Aktualisiert am 01.07.2026 – 11:26 UhrLesedauer: 3 Min.

Gemeiner Holzbock ist FSME-Überträger: Die Zeckensaison erstreckt sich typischerweise von März bis Oktober, wird aber immer länger. (Quelle: Ladislav Kubeš/getty-images-bilder)

Zecken können gefährliche Krankheiten übertragen. Aufgrund des Klimawandels breiten sich die Spinnentiere immer mehr aus. Wo Sie 2026 besonders aufpassen müssen.

So klein das Tier auch ist: Der Stich einer Zecke kann gefährlich werden. Nämlich dann, wenn Krankheitserreger in den menschlichen Organismus geraten. Das FSME-Virus (Frühsommer-Meningoenzephalitis-Virus) ist ein bekanntes Beispiel. Wer sich ungeimpft infiziert, riskiert eine grippeähnliche Virusinfektion, die manchmal zu einer Hirnhautentzündung (Meningitis) führt.

Vor allem in Süddeutschland ist die Gefahr groß, sich durch einen Zeckenstich mit dem FSME-Virus zu infizieren. Denn dort liegt der Großteil der sogenannten FSME-Risikogebiete. Außerhalb dieser Gebiete werden in Deutschland nur vereinzelte FSME-Infektionen beobachtet. Doch durch den Klimawandel breiten sich die Spinnentiere und damit auch die Risikogebiete immer weiter aus.

FSME-Risikogebiete in Deutschland

In Deutschland kommt FSME vor allem in Bayern und Baden-Württemberg vor. Aber auch in Südhessen, im südöstlichen Thüringen, in Sachsen und im südöstlichen Brandenburg steigt das Risiko, sich mit FSME zu infizieren.

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Zwei neue Risikogebiete 2026

Das RKI hat im Februar 2026 zwei neue FSME-Risikogebiete ausgewiesen: Stadtkreis Halle (Saale) in Sachsen-Anhalt und Landkreis Nordsachsen in Sachsen. Insgesamt gibt es nun 185 Risikogebiete in Deutschland.

Gut zu wissen

Das Robert Koch-Institut (RKI) veröffentlicht in jedem Frühjahr eine aktuelle Karte mit den FSME-Risikogebieten in Deutschland.

Überdies sind FSME-Risikogebiete im restlichen Europa in folgenden Ländern zu finden: Albanien, Bosnien, Bulgarien, Dänemark, Estland, Finnland, Griechenland, Italien, Kroatien, Lettland, Litauen, Norwegen, Österreich, Polen, Rumänien, Russland, Schweden, Schweiz, Serbien, Slowakei, Slowenien, Tschechien, Türkei, Ukraine, Ungarn und Weißrussland. In anderen europäischen Ländern tritt die FSME nur vereinzelt oder gar nicht auf.

Eine Zecke hat sich festgebissen: In Deutschland müssen Menschen vielerorts aufpassen, auch auf ihre Vierbeiner. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images-bilder)

Was ist FSME?

Die Frühsommer-Meningoenzephalitis, auch Zeckenenzephalitis genannt, wird von dem FSME-Virus ausgelöst und kann eine Hirnhautentzündung hervorrufen. Übertragen wird das Virus hauptsächlich durch den Stich einer infizierten Zecke – am häufigsten durch den sogenannten Gemeinen Holzbock. Diese Zeckenart lebt in Deutschland in Wäldern, aber auch im Gebüsch, Gras und Unterholz von Gärten und Parks. Das Infektionsrisiko ist dabei von April bis November am höchsten.

Die gute Nachricht: Nur wenige Zecken tragen das Virus. Eine FSME-Infektion ist damit wesentlich seltener als etwa eine Borreliose, eine Bakterieninfektion durch Zecken.

Zudem führt nicht jeder Stich einer infizierten Zecke zu einer FSME-Infektion. Kommt es doch zur Infektion, kann FSME sehr unterschiedlich verlaufen. Die Mehrzahl der Menschen, die von einer infizierten Zecke gestochen werden, entwickelt keinerlei Beschwerden. Andere entwickelt grippeähnliche Symptome wie Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen. Selten kommt es zu einer Entzündung des Gehirns und der Hirnhäute (Meningitis), welche Krampfanfälle und Lähmungen verursachen kann – oder sogar zum Koma führt.

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