Noch immer ohne Tor

HSV kassiert deutliche Klatsche – und ist wieder Letzter


Aktualisiert am 13.09.2026 – 17:31 UhrLesedauer: 3 Min.

Ein ratloser Francisco Capaldo: Der Hamburger Defensivmann erlebte einen schwarzen Nachmittag. (Quelle: IMAGO/Ayman Alahmed)

Am 3. Spieltag der Bundesliga setzt es für den HSV gegen RB Leipzig eine herbe Klatsche. Nach drei tor- und punktlosen Spielen zum Auftakt findet sich der HSV auf dem letzten Platz wieder.

Der HSV hat in Leipzig verdient mit 0:5 verloren. Die Leipziger können damit ihr Momentum von zwei verlorenen Spielen in Folge umdrehen, Hamburg hingegen schlittert weiter in die Krise.

Nach der 0:5-Pleite zu Hause vergangenen Spieltag gegen Mainz wollten die Hanseaten Wiedergutmachung. Dieser Vorsatz hielt allerdings nur bis zur 17. Minute, als Tidiam Gomis den Führungstreffer für die Hausherren erzielte. Antonio Nusa stellte in der 28. Minute auf 2:0, das gleichbedeutend mit dem Pausenstand war. In der zweiten Halbzeit erzielten Willi Orban (72.), Rückkehrer Christopher Nkunku (74.) und Rômulo (77.) die Tore für RB, das sich zwischenzeitlich in einen Rausch spielte.

So lief das Spiel

Nach dem blamablen Champions-League-Auftritt in Como (1:4) hatte Leipzigs Trainer Martín Demichelis wie schon nach der Bremen-Pleite eine Reaktion gefordert. Nun hatte der Argentinier daran sogar eine Siegpflicht gekoppelt. Den Erfolg bekam der Trainer, dem Sportchef Marcel Schäfer auch vor der Partie noch einmal den Rücken gestärkt hatte. „Wir waren überrascht, wie viel Negativität hereingebracht wurde“, sagte der 42-Jährige bei DAZN. Natürlich seien es zwei Spiele gewesen, die nicht den Ansprüchen entsprachen.

Nervös zeigten sich die Sachsen nicht, auch zu einer aggressiven Anfangsoffensive ließ man sich nicht verleiten. Im Gegenteil: Man setzte auf Ballbesitz, legte sich den HSV zurecht. Nach acht Minuten klärte Jordan Torunarigha vor Gomis gerade noch zur Ecke. Auch ein Schuss von Benjamin Henrichs (12.) wurde noch abgefälscht. Die Führung, den Eindruck musste man gewinnen, war gegen die harmlosen und bisweilen unsortierten Hamburger dennoch nur eine Frage der Zeit.

In einem schlichten Spielzug schickte Brajan Gruda den Niederländer Ezechiel Banzuzi auf der rechten Seite in die Tiefe, der flache Pass in den Strafraum fand den völlig alleingelassenen Gomis. Für den zum Mittelstürmer umfunktionierte Linksaußen, der gegen Gladbach schon zwei Treffer vorbereitet hatte, war es das erste Saisontor.

Tidiam Gomis schoss am Sonntag das frühe 1:0. (Quelle: IMAGO/Michael Taeger)
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