Ärger über Wanderer

Nationalpark-Betreiber in Italien wüten: „Wir sind entsetzt“


07.10.2026 – 10:07 UhrLesedauer: 2 Min.

Touristen mit Fahrrädern: Diese sind dort eigentlich verboten. (Quelle: Facebook/Parco Nazionale della Maiella)

Nur wenige Tage nach der feierlichen Eröffnung einer Schutzhütte in Italien benehmen sich Besucher daneben. Der Nationalpark reagiert mit klaren Worten.

Im italienischen Apennin-Gebirgszug haben Wanderer mit ihrem Verhalten Unmut auf sich gezogen. Die Verwaltung des Nationalparks Majella äußerte sich in einem Beitrag auf Facebook. „Wir sind entsetzt, die völlige Respektlosigkeit gegenüber den grundlegenden Regeln zu bemerken“, heißt es darin.

Konkret sollen Wanderer mit Hunden die „Pelino“-Schutzhütte besucht haben. Zudem seien Ausflügler mit Mountainbikes gesichtet worden. Beides sei in dem Gebiet nicht erlaubt. Dem Facebook-Beitrag sind Fotos angefügt – laut den Verantwortlichen „Bilder, die uns sprachlos machen“.

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Der Nationalpark kündigte an, die Aufnahmen an die Polizei weiterzuleiten. „Die Berge gehören allen, aber sie müssen von allen geschützt werden“, so der dringende Appell. Unter dem Facebook-Beitrag sammelten sich binnen wenigen Tagen mehr als 400 Kommentare. Zahlreiche Nutzer beschweren sich darin über das Verhalten von Wanderern in den Bergen.

Schutzhütte in Italien gerade erst neu eingeweiht

Teils halten sie die harten Worte der Nationalparkverwaltung aber auch für übertrieben: „Mehr als um Hunde und Fahrräder, würde ich mich Sorgen um all diese unzivilisierten Menschen machen, die im Laufe der Jahre Häuser und Unterkünfte zerstört und überall Müll hinterlassen haben“, meint etwa ein Nutzer.

Die „Pelino“-Schutzhütte, auch Biwak genannt, war erst Anfang Oktober nach längerer Sanierung neu eingeweiht worden. Auf dem 2.793 Meter hohen Monte Amaro soll sie Wanderern Schutz vor dem Wetter und auch eine Übernachtungsmöglichkeit bieten. Laut Nationalpark fielen mehr als 120.000 Euro für die Restauration des historischen Bauwerks an.

Der Majella-Nationalpark liegt in den italienischen Abruzzen. Er besteht seit 1991 und erstreckt sich über eine Fläche von 74.095 Hektar meist bergigen Geländes.

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