Teures Kerosin

Hohe Spritkosten kann Lufthansa Gewinn kosten

04.08.2026 – 09:51 UhrLesedauer: 2 Min.

Ein Lufthansa-Jet in München (Archivbild): Dem Konzern machen die Ausgaben für Kerosin zu schaffen. (Quelle: IMAGO/kolbert-press/Martin Agüera/imago)

Die gestiegenen Treibstoffpreise lasten auf den Bilanzen der Lufthansa. Konzernchef Spohr fürchtet um den Gewinn des Unternehmens.

Die Folgen des Iran-Kriegs und Streiks sind der Lufthansa im zweiten Quartal teuer zu stehen gekommen. Für 2026 hält Vorstandschef Carsten Spohr deshalb jetzt doch einen Gewinnrückgang für möglich. Der um Sonderposten bereinigte operative Gewinn dürfte im Gesamtjahr 1,7 bis 2,2 Milliarden Euro erreichen, teilte der Lufthansa-Konzern in Frankfurt mit. Bisher hatte Spohr den Vorjahreswert von 1,96 Milliarden Euro trotz der immens gestiegenen Treibstoffkosten infolge des Kriegs „deutlich“ übertreffen wollen.

Doch im zweiten Quartal brockten die immens gestiegenen Kerosinpreise dem Konzern einen herben Gewinneinbruch ein. Der bereinigte operative Gewinn sackte um 56 Prozent auf 383 Millionen Euro nach unten. Der Überschuss brach auch wegen eines positiven Steuereffekts aus dem Vorjahr sogar um 88 Prozent auf 123 Millionen Euro ein. Damit schnitt die Lufthansa noch schlechter ab als von Analysten im Schnitt erwartet.

Der Krieg der USA gegen den Iran und die anhaltende Blockade der Straße von Hormus führten zu einem starken Anstieg der Spritkosten. Das trifft die Luftfahrtunternehmen angesichts eines harten Preiskampfs in der Branche besonders hart. Auch die British-Airways-Mutter IAG meldete einen Gewinnrückgang.

Auf 350 Milliarden Dollar schätzt der Weltluftfahrtverband IATA die Kerosinkosten von Airlines in diesem Jahr. Im Vorjahr waren es noch 252 Milliarden Dollar. „Ein Teil der Mehrkosten wird zwar durch Preisanpassungen und Effizienzsteigerungen aufgefangen, doch dies reicht nicht aus, um die Rentabilität auf dem Niveau des Vorjahres zu halten“, klagte Willie Walsh, Chef des Weltluftfahrtverbands IATA.

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