Vorsicht bei Hitzewellen

Warum der Blutdruck bei Hitze Probleme bereiten kann


Aktualisiert am 26.05.2026 – 10:33 UhrLesedauer: 5 Min.

Wenn der Blutdruck bei Hitze sinkt, kann das harmlose bis lebensgefährliche Beschwerden verursachen. (Quelle: fizkes/getty-images-bilder)

Hitzewellen können gefährlich sein – etwa wenn der Blutdruck bei Hitze deutlich sinkt. Erfahren Sie, welche Folgen das haben kann und was dagegen hilft.

Ungewöhnlich heiße Tage (und Nächte) können nicht nur das Wohlbefinden beeinträchtigen, sondern regelrecht krank machen. Im Extremfall sind die Folgen lebensbedrohlich – etwa wenn der Körper extrem überhitzt oder der Blutdruck bei Hitze stark abfällt. Zu den möglichen Gesundheitsrisiken zählen unter anderem Herzinfarkte, Schlaganfälle und Nierenversagen.

In gewissem Maß kann sich der Körper an hohe Außentemperaturen anpassen. Manchmal gelingt das jedoch weniger gut. So kommen viele Menschen in höherem Alter mit dem sinkenden Blutdruck bei Hitze und sonstigen Hitzefolgen schlechter klar als in jüngeren Jahren. Ein erhöhtes Risiko für hitzebedingte gesundheitliche Probleme besteht außerdem

  • bei chronischen Krankheiten (wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Diabetes),
  • in der Schwangerschaft,
  • für Babys und Kleinkinder,
  • bei körperlich anstrengenden Tätigkeiten im Freien sowie
  • während einer Behandlung mit Medikamenten, die den Salz- und Wasserhaushalt des Körpers beeinflussen.

Die gute Nachricht: Oft reicht es schon, an heißen Tagen einfache Verhaltenstipps zu befolgen, um hitzebedingte Beschwerden zu vermeiden. Für einige Menschen sind zusätzlich speziellere Maßnahmen ratsam – wie etwa, den Blutdruck bei Hitze regelmäßig zu messen.

Warum sinkt der Blutdruck bei Hitze?

Für gewöhnlich kann der Körper seine Innentemperatur selbst regulieren. Droht eine Überwärmung, beginnt er zu schwitzen. Verdunstet der Schweiß auf der Haut, wirkt das kühlend. Zudem weiten sich bei steigender Temperatur die Blutgefäße in Armen und Beinen. So wird die Haut dort stärker durchblutet, damit der Körper mehr Wärme an die Umgebung abgibt. Starkes Schwitzen und die Gefäßweitstellung verringern aber auch das Blutvolumen im Kreislauf: Darum sinkt der Blutdruck bei Hitze.

Lang anhaltende, große Hitze kann die körpereigene Temperaturregulierung jedoch überfordern. Dieses Risiko besteht vor allem bei hoher Luftfeuchtigkeit und/oder Windstille, weil der Schweiß auf der Haut dann kaum oder gar nicht verdunstet. Dann schwitzt der Körper mehr, um abzukühlen – und verliert viel Flüssigkeit und Salze (beziehungsweise Elektrolyte). Gleichzeitig reguliert er den Kreislauf herunter, um weniger eigene Körperwärme zu produzieren. Dabei fällt der Blutdruck deutlich ab, was besonders das Herz-Kreislauf-System belastet.

Wie äußert sich ein niedriger Blutdruck bei Hitze?

Dass der Blutdruck bei Hitze sinkt, kann sich auf unterschiedliche Weise bemerkbar machen. Zu den harmlosen Auswirkungen zählen geschwollene Beine. Diese Hitzeödeme verschwinden normalerweise von selbst wieder, sobald sich der Körper an die Hitze gewöhnt hat.

Mehr erfahren

Welche Hausmittel gegen solche hitzebedingten Schwellungen helfen und wann Sie geschwollene Knöchel ärztlich abklären lassen sollten, können Sie hier nachlesen.

Share.
Exit mobile version