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Gesundheit

Hilfe das Einschlafmittel bei chronischen Schmerzen?

MitarbeiterBy MitarbeiterJuli 3, 2026
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Hilfe das Einschlafmittel bei chronischen Schmerzen?

Laut Studie

Beliebte Einschlafhilfe könnte chronische Schmerzen lindern


03.07.2026 – 12:26 UhrLesedauer: 2 Min.

Vergrößern des Bildes

Mann nimmt Tabletten (Symbolbild): Viele Menschen greifen bei Schlafproblemen zu Melatonin. (Quelle: Jelena Stanojkovic/getty-images-bilder)

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Melatonin ist vor allem als Schlafhormon bekannt. Nun legt eine neue Studie nahe, dass es auch chronische Schmerzen lindern könnte.

Melatonin wird vornehmlich zur Behandlung von Schlafstörungen eingesetzt. Nun deutet eine Analyse mehrerer Studien darauf hin, dass das Hormon auch Menschen mit chronischen Schmerzen helfen könnte. Denn Forschern der University of Sydney zufolge kann Melatonin Schmerzen bei Erkrankungen des Bewegungsapparats messbar lindern. Die Ergebnisse sind in der Fachzeitschrift „Pain“ nachzulesen.

Gut zu wissen

Melatonin ist in Deutschland sowohl als Nahrungsergänzungsmittel als auch als verschreibungspflichtiges Arzneimittel erhältlich. Niedrig dosiertes Melatonin (oft 0,5 bis 2 mg) gilt als Lebensmittel und soll der Unterstützung des Tag-Nacht-Rhythmus dienen. Höher dosierte oder Retard-Präparate erfordern eine medizinische Zulassung als Medikament, da sie in hormonelle Prozesse eingreifen. Sie kommen etwa bei Erwachsenen über 55 Jahren mit Schlafstörungen oder bei Kindern und Jugendlichen mit neurologischen Entwicklungsstörungen (wie Autismus oder ADHS) zur Anwendung.

  • Studie: Diese Nährstoffe fehlen bei chronischen Schmerzen oft

Wirkung ähnlich wie bei gängigen Schmerzmitteln

Für die Studie werteten die Wissenschaftler 23 Studien mit insgesamt 2.028 Teilnehmern aus. Die Probanden litten unter chronischen Beschwerden wie Rückenschmerzen, Arthrose oder Fibromyalgie oder hatten Schmerzen nach Operationen.

Dabei zeigte sich, dass Melatonin die Schmerzen auf einer Skala von 0 bis 100 im Durchschnitt um rund neun Punkte verringerte. In den hochwertigsten Studien lag die Verbesserung sogar bei etwa zehn Punkten. Der schmerzlindernde Effekt bewegte sich damit in einem Bereich, der mit dem von Paracetamol, nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR) wie Ibuprofen oder leichten Opioiden vergleichbar ist.

  • Melatonin: Einnahme kann das Risiko für Herzprobleme erhöhen
  • Schmerzen im Alter: Fast jeder Zweite über 50 betroffen

Weniger Schmerzen und besserer Schlaf

Zudem zeigte sich bei den Testpersonen ein weiterer Vorteil: Melatonin verbesserte bei ihnen oft gleichzeitig die Schlafqualität. Das könnte sich als nützlich erweisen, weil chronische Schmerzen und Schlafprobleme sich häufig gegenseitig verstärken. Wer besser schläft, empfindet Schmerzen oftmals auch als weniger belastend.

Kein Ersatz für Schmerzmittel

Die jeweils verwendete Melatonin-Dosis unterschied sich in den untersuchten Studien deutlich. Meist kamen bei chronischen Schmerzen drei Milligramm täglich zum Einsatz. Eine optimale Dosierung lässt sich aus den bisherigen Daten nicht ableiten.

Die Wissenschaftler verstehen Melatonin nicht als Ersatz für herkömmliche Schmerzmittel. Es könnte vielmehr die eigentliche Behandlung ergänzen, etwa bei Menschen, die neben chronischen Schmerzen auch unter Schlafproblemen leiden.

Nicht ohne ärztlichen Rat einnehmen

Im Unterschied zu vielen Schmerzmitteln gilt Melatonin als gut verträglich. Die häufigsten Nebenwirkungen waren Übelkeit, Schwindel und Kopfschmerzen. Schwere unerwünschte Wirkungen traten in den ausgewerteten Studien nicht auf.

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