Nach Sexismus-Vorwürfen
Hella von Sinnen: „Thomas Gottschalk wollte nur spielen“
Aktualisiert am 16.07.2026 – 17:27 UhrLesedauer: 2 Min.
Immer wieder wird Thomas Gottschalk für den Umgang mit weiblichen Gästen in seiner einstigen Show „Wetten, dass..?“ kritisiert. Hella von Sinnen versucht, ihn zu verstehen.
In dem Dokumentarfilm „Was haben wir gelacht“ wird Sexismus gegenüber Frauen im Unterhaltungsfernsehen der 1990er- und 2000er-Jahre beleuchtet. Dabei steht unter anderem Thomas Gottschalk im Fokus. Er fiel mit anzüglichen Sprüchen und Körperkontakt zu weiblichen Gästen auf.
Hella von Sinnen ist ebenfalls Teil der Doku. Im Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ sprach sie über ihren TV-Kollegen. Dass er immer wieder im Zentrum der Sexismus-Debatte steht, erklärte sie damit, dass er „der Beliebteste“ gewesen sei.
„Er hatte kein Regulativ“
Außerdem hätten ihm alle sein Verhalten nachgesehen. „Ich unterstelle ihm noch nicht mal Frauenfeindlichkeit oder Sexismus. Er war all die Jahre mit seiner superstarken Thea zusammen“, sagte sie. Und weiter: „Thomas Gottschalk wollte nur spielen. Der wusste, dass er ein gut aussehender Charming Boy ist, und er hatte kein Regulativ.“ Beim ZDF habe ihm nie jemand ans Herz gelegt, sich zu ändern.
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Gottschalk selbst wurde 2024 im „Spiegel“-Interview mit den Sexismus-Vorwürfen konfrontiert. Dabei rechtfertigte er sich: „Ich habe Frauen im TV rein dienstlich angefasst.“ Und weiter: „Wie ein Schauspieler, der im Film küsst, weil es im Drehbuch steht. Das lasse ich mir nicht als Attacke vorwerfen.“
Dennoch würde er „das heute bleiben lassen“. „Weil ich weiß, dass gewisse Dinge mittlerweile politisch inkorrekt sind, die es damals nicht waren“, erklärte er den Sinneswandel.
