Berichtet der Patient über Beschwerden wie Juckreiz oder Nässen im Analbereich, ist dies ein Hinweis darauf, dass es sich um vergrößerte Hämorrhoiden handelt. Wichtig ist jedoch, mithilfe einer körperlichen Untersuchung andere mögliche Ursachen auszuschließen.
Zunächst tastet der Arzt die Analregion mit dem Finger ab und prüft, ob Veränderungen vorliegen. Vergrößerte Hämorrhoiden lassen sich als knotige Ausbuchtung erfühlen. Anschließend führt er das Untersuchungsinstrument (Proktoskop) in den After ein, um Analkanal und Enddarm zu betrachten. Dies dauert nur wenige Minuten und ist normalerweise schmerzlos.
Ein Hämorrhoidalleiden verursacht teils ähnliche Symptome wie Darmkrebs. Insbesondere Blut auf dem Stuhl oder Toilettenpapier kann ein Anzeichen für einen Tumor sein. Im Zweifelsfall ist daher eine Darmspiegelung sinnvoll, um einen Tumor ausschließen zu können. Diese Untersuchung ist selten schmerzhaft, kann aber etwas unangenehm sein. Daher bieten viele Praxen eine Kurznarkose an, sodass der Patient nichts mitbekommt.
Was tun, wenn sich vergrößerte Hämorrhoiden bemerkbar machen? Wie bekommt man Hämorrhoiden „weg“? Viele Betroffene versuchen, Juckreiz, Brennen oder andere Symptome mit Hausmitteln zu behandeln – zum Beispiel mit Cremes und Salben, Sitzbädern oder einer Ernährungsumstellung.
In der Apotheke stehen zahlreiche rezeptfreie Hausmittel gegen Hämorrhoiden-Beschwerden zur Verfügung. Dabei gibt es unterschiedliche Darreichungsformen, zum Beispiel:
Salben und Cremes werden auf die betroffenen Stellen aufgetragen. Analtampons und Zäpfchen führen die Betroffenen in den After ein.
Je nach Produkt enthalten die Präparate entzündungshemmende, schmerzlindernde und/oder wundheilungsfördernde Wirkstoffe, zum Beispiel Zink, Hamamelis, Aloe vera, Lidocain oder Panthenol. Diese Mittel können Beschwerden wie Juckreiz oder Brennen unter Umständen vorübergehend mildern. Inwiefern sie tatsächlich helfen, ist jedoch nicht ausreichend untersucht.










