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Home » Hacker-Ultimatum abgelaufen – Senat zahlt nicht
Deutschland

Hacker-Ultimatum abgelaufen – Senat zahlt nicht

MitarbeiterBy MitarbeiterSeptember 4, 2026
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Cyberangriff auf Landesnetz

Hacker-Ultimatum abgelaufen – Berlin zahlt nicht

04.09.2026 – 16:50 UhrLesedauer: 2 Min.

Vergrößern des Bildes

Hacker (Symbolbild): Das Land Berlin ist nach einer Cyberattacke nicht auf die Lösegeldforderungen eingegangen. (Quelle: Philip Dulian/dpa/dpa-bilder)

Die Hackergruppe Rhysida hatte 30 Bitcoin gefordert und eine Frist bis Freitagmittag gesetzt. Ob die gestohlenen Daten im Darknet abrufbar sind, ist noch unklar.

Das Ultimatum der Hackergruppe Rhysida ist abgelaufen – der Berliner Senat hat die geforderten 30 Bitcoin, umgerechnet rund zwei Millionen Euro, nicht gezahlt. Der Countdown auf der Darknet-Seite der Gruppe endete am Freitag gegen 15.35 Uhr. Ob die gestohlenen Daten danach tatsächlich abrufbar waren, blieb vorerst offen.

Die Gruppe erklärte auf ihrer Leak-Site, alle Dateien seien in einem öffentlich zugänglichen Bereich hochgeladen worden. Ein dort verlinkter Zugang führte jedoch zu einer Fehlermeldung. Das Landeskriminalamt und das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik beobachten die einschlägigen Foren und Leak-Seiten fortlaufend. Bei vergleichbaren Angriffen vergehen nach Einschätzung von IT-Sicherheitsexperten erfahrungsgemäß oft mehrere Stunden oder Tage, bis gestohlene Datensätze zum Download bereitstehen.

Hacker behaupten: Haben Zugangsdaten und Passwörter

Die Gruppe behauptet, rund 1,44 Millionen Dateien erbeutet zu haben. Laut eigenen Angaben sollen sich darunter mehr als 5.000 Personalakten, Gehaltsabrechnungen und Bußgeldvorgänge befinden, außerdem vertrauliche Unterlagen aus Bundesratsausschüssen sowie Schwachstellenanalysen zur Berliner Trinkwasserversorgung. Zudem gibt die Gruppe an, Zugangsdaten und Passwörter im Klartext erlangt zu haben – unter anderem für Datenbanken der Verwaltung und Zahlungsdienstleister. Diese Angaben sind nicht unabhängig verifiziert.

  • Hacker drohen mit Daten-Veröffentlichung: Das rät der Senat

Sollte das Datenpaket vollständig publik werden, drohen den betroffenen Behörden sowie Tausenden Beschäftigten und Bürgern erhebliche Datenschutz- und Sicherheitsrisiken. Die Entscheidung des Senats, nicht zu zahlen, hebt diese Gefährdung nicht auf.

IT-Expertin: „Man muss sie finanziell austrocknen“

Die Weigerung stieß in der Fachwelt auf Zustimmung. Bianca Kastl vom Chaos Computer Club sagte im RBB Inforadio, die Entscheidung sei richtig. „Würde man diese Gruppen weiter unterstützen mit Geld oder anderen Dingen, dann würden die natürlich immer weitermachen“, sagte sie. „Man muss sie finanziell austrocknen.“ Der IT-Sicherheitsexperte Christof Fischer sagte, der Staat dürfe bei Erpressungen gesetzlich keine Zahlungen vornehmen. Die Lage bleibe dennoch schwierig: „Die Daten sind in den Händen von Kriminellen, und eine Veröffentlichung hat in vielen Fällen sehr schädliche Auswirkungen“, sagte er.

Die Berliner Verwaltung hatte den Angriff bestätigt, der am 14. August bekannt geworden war. Das Landeskriminalamt und das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik sind in die Analyse und Bewältigung eingebunden.

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