YouTube-Konkurrent

Hacker stehlen Nutzerdaten von Vimeo – sind Sie betroffen?


05.05.2026 – 12:11 UhrLesedauer: 2 Min.

Nahaufnahme einer Fernbedienung vor dem Vimeo-Logo (Symbolbild): Der Videodienst wurde 2004 gegründet und bietet sowohl kostenlose als auch kostenpflichtige Inhalte an. (Quelle: IMAGO/Zoonar.com/Mojahid Mottakin/imago)

Hacker haben 119.000 E-Mail-Adressen von Vimeo-Nutzern erbeutet und veröffentlicht. So können Anwender herausfinden, ob sie von dem Datenleck betroffen sind.

Bei einem Hackerangriff der bekannten Gruppe Shinyhunters im April sind massenhaft E-Mail-Adressen und Nutzernamen der Videoplattform Vimeo entwendet worden. Das teilt das „Have I Been Pwned“-Projekt auf seiner Seite mit, das die gestohlenen Informationen erworben und in seine Datenbank aufgenommen hat.

Demnach befinden sich in den Hunderten von Gigabyte an gestohlenen Daten auch 119.000 E-Mail-Adressen und Namen von Nutzern der YouTube-Konkurrenzplattform. Vimeo selbst hatte von entwendeten Videotiteln, Metadaten und „einigen“ E-Mail-Adressen von Kunden berichtet, die bei einem Leck des Analysetool-Anbieters Anodot entwendet worden seien.

„Die abgerufenen Daten umfassen keine Vimeo-Videoinhalte, gültige Benutzeranmeldedaten oder Zahlungskarteninformationen“, teilten die Plattformbetreiber mit. „Die Anmeldedaten von Vimeo-Nutzern und -Kunden sind sicher“, hieß es.

Die Hackergruppe Shinyhunters hatte nach dem Vorfall versucht, den Videodienst zu erpressen, wie die Seite „Securityweek“ berichtet. Demnach soll Vimeo bis zum 30. April Zeit gehabt haben, zu reagieren. Die Gruppe habe damit gedroht, die gestohlenen Dateien veröffentlichen zu wollen, wenn bis zum Ablauf des Ultimatums kein Lösegeld gezahlt werde.

Wer wissen will, ob die eigenen Daten bei dem Vorfall entwendet wurden, kann das auf der Seite des „Have I Been Pwned“-Projekts prüfen. Dort können Nutzer ihre E-Mail-Adresse eingeben und mit einem Klick auf den „Check“-Button kontrollieren, ob die eigene Adresse in der Datenbank enthalten ist.

Wenn das der Fall ist, sollten betroffene Anwender aufmerksam sein. Zwar können Kriminelle ohne das zugehörige Konto-Passwort nicht auf E-Mail-Postfächer zugreifen. In Verbindung mit dem Namen könnten Nutzer jedoch zum Ziel von Phishing-Angriffen werden, um weitere Daten zu erbeuten.

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