Freisetzung unter unbekannten Umständen

Wal Timmy ist „mit hoher Wahrscheinlichkeit“ tot

Aktualisiert am 05.05.2026 – 14:00 UhrLesedauer: 3 Min.

Der Blas eines Wales, bei dem es sich vermutlich um Wal Timmy handelt, ist im Meer bei Skagen zu sehen. Das mutmaßlich letzte Lebenszeichen des Buckelwals. (Quelle: Sebastian Peters/dpa)

Eine Privatinitiative transportiert den geschwächten Buckelwal in die Nordsee. Seitdem fehlt jede unabhängig verifizierbare Spur von ihm. Experten gehen davon aus, dass das Tier tot ist.

Der Buckelwal, der nach einer wochenlangen Odyssee und mehreren Strandungen an der Ostseeküste von einer privaten Initiative in die Nordsee gebracht wurde, ist nach Einschätzung von Experten wahrscheinlich tot. Es sei davon auszugehen, dass das extrem geschwächte Tier „nicht genug Kraft besaß, um längerfristig im tiefen Wasser zu schwimmen, und nicht mehr lebt“, teilte das Deutsche Meeresmuseum in Stralsund am Dienstag mit.

Im Video | Video soll Timmy in Freiheit zeigen

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Quelle: t-online

Experten des Meeresmuseums waren über Wochen in die Rettungsbemühungen für den Wal eingebunden. Gemeinsam mit anderen Fachleuten, darunter Umweltschutzorganisationen, kamen sie vor etwa einem Monat zu dem Schluss, dass dem schwer angeschlagenen Tier nicht mehr zu helfen sei und alle weiteren Hilfsversuche unterbleiben sollten. Am späteren Transport durch die von Unternehmern finanzierte Initiative war das Museum nicht beteiligt. Viele Experten kritisierten die Aktion.

Die Privatinitiative hatte den etwa zwölf Meter langen jungen Wal am vergangenen Dienstag vor der Insel Poel in Mecklenburg-Vorpommern nach tagelangen Vorbereitungen in einen wassergefüllten Lastkahn bugsiert und mit einem Schleppverband aus der Ostsee bis zur Nordspitze von Dänemark transportiert. Dort wurde das Tier am Samstag unter nicht genau bekannten Umständen auf hoher See freigesetzt. Vertreter der Initiative machten der Schiffsbesatzung danach schwere Vorwürfe.

Die Initiative berichtete anschließend von Signalen eines an dem Wal angebrachten Peilsenders, der allerdings nur eingeschränkt funktioniere und keine Positionsdaten übertrage. Zugleich war dabei die Rede von Vitalwerten des Tiers. Experten äußerten Zweifel – unter anderem, weil GPS-Tracker üblicherweise keine derartigen Vitalwerte erfassen könnten.

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