Fischereihafen Bremerhaven

Gefahrstoff tritt aus – Feuerwehr riegelt Gebäude ab

03.10.2026 – 18:04 UhrLesedauer: 1 Min.

Ein Feuerwehrmann (Symbolbild): Durch eine Leckage in einem Kühlsystem ist im Bremerhavener Fischereihafen Ammoniak ausgetreten. (Quelle: Philipp von Ditfurth/dpa/dpa-bilder)

Ein stechender Geruch alarmiert Passanten in Bremerhaven. Mit Schutzanzügen und Dekontaminationszelten rückt die Feuerwehr aus.

Im Bremerhavener Fischereihafen ist in einem Fischverarbeitungsbetrieb Ammoniak aus einem Kühlsystem ausgetreten. Verletzt wurde dabei niemand, wie die Feuerwehr mitteilte. Rund 57 Einsatzkräfte waren vor Ort, nachdem Passanten vor einem Gebäude einen stechenden Geruch bemerkt und Alarm geschlagen hatten. Das betroffene Gebäude blieb zunächst gesperrt, wie die DPA Niedersachsen berichtet.

Die Einsatzkräfte stellten fest, dass das Gas aus dem Rohrleitungssystem der Kühlanlage entwichen war. Auch im nahen Umfeld des Betriebs fielen Gasmessungen positiv aus. Die Feuerwehr sperrte den betroffenen Bereich ab und forderte die Bevölkerung auf, Türen und Fenster geschlossen zu halten.

Aufwand für Feuerwehr war groß

Um die Leckage zu schließen, mussten die Kräfte Chemikalienschutzanzüge tragen. Der Aufwand dafür war beträchtlich: Die Feuerwehr errichtete Dekontaminationsstrecken mit Zelten und richtete parallel einen rettungsdienstlichen Bereich mit einem Notarzt ein.

Nachdem die Einsatzkräfte das Leck abgedichtet hatten, sei die Ammoniak-Konzentration im Gebäude gesunken, teilte die Feuerwehr mit. Weitere Messungen hätten anschließend auch außerhalb des Gebäudes keine Gaskonzentration mehr ergeben.

Der Einsatz dauerte zum Zeitpunkt der Mitteilung noch an. Das Gebäude bleibt bis auf Weiteres gesperrt.

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