Italien-Torhüter Donnarumma zieht Ärger auf sich
„Dieser Kerl ist eine Schande für den Fußball“
01.04.2026 – 16:26 UhrLesedauer: 2 Min.
Eine WM-Endrunde findet einmal mehr ohne Italien statt. Im Nachgang wird nicht nur über sportliche Themen diskutiert.
Italien hat am Dienstagabend zum dritten Mal in Folge die Qualifikation für eine WM-Endrunde verpasst und löste damit in der Heimat eine Mischung aus Wut und Enttäuschung aus. Die Bosnier auf der anderen Seite jubelten – sie ärgerten sich aber auch über eine Aktion von Gegenspieler Gianluigi Donnarumma.
Der Schlussmann malträtierte beim Elfmeterschießen den Notizzettel von Bosnien-Torhüter Nikola Vasilj, während Italiens Angreifer Pio Esposito den ersten Elfmeter über das Tor feuerte. Vasilj, Profi des FC St. Pauli, bemerkte dies nach seinem Jubel über den Fehlschuss, war ob der Aktion außer sich. DAZN-Kommentator Mario Rieker staunte: „Hat Donnarumma jetzt den Zettel zerrissen? Er hat ihn sich selbst mal angeguckt, würde ich mal so sagen.“
Deutlicher fielen die Reaktionen in den bosnischen Medien aus. „Dieser Kerl ist eine Schande für den Fußball: Donnarummas beispielloser und unfairer Schachzug beim Elfmeterschießen“, schrieb das Portal „Sportssport“. Auch „Klix“ fand klare Worte: „Donnarumma wird auf jeden Fall gehasst werden in Bosnien-Herzegowina.“
Bei seinem bosnischen Pendant hat er sich in jedem Fall unbeliebt gemacht. Vasilj beschwerte sich neben dem Tor, Schiedsrichter Clément Turpin zeigte ihm die Gelbe Karte. Der Wirbel brachte Donnarumma unterdessen keinerlei Vorteil: Der Italiener parierte keinen einzigen Strafstoß, Vasilj bejubelte zwei gegnerische Fehlschüsse.
Bosnien hat sich damit nach 2014 zum zweiten Mal für eine WM-Endrunde qualifiziert, trifft in der Gruppenphase auf Co-Gastgeber Kanada, die Schweiz und Katar. Italien wiederum wartet seit 2014 weiterhin auf eine WM-Teilnahme.










