Pollenallergie

Diese alkoholischen Getränke machen Heuschnupfen schlimmer


Aktualisiert am 08.06.2026 – 07:50 UhrLesedauer: 2 Min.

Das Trinken alkoholischer Getränke kann Experten zufolge die Symptome eines Heuschnupfens verstärken. (Quelle: itakdalee/getty-images-bilder)

Der Frühsommer ist für Allergiker eine schwere Zeit. Viele plagt der Heuschnupfen. Hinzu kommt, dass es Lebensmittel und Getränke gibt, die alles noch schlimmer machen. Worauf Betroffene verzichten sollten.

Das Trinken alkoholischer Getränke kann Lungenärzten zufolge Niesen, Juckreiz, Kopfschmerzen und Husten hervorrufen oder verstärken. Dabei sei meist gar nicht der Alkohol an sich das Problem, sondern die Histamine, die bei der Herstellung alkoholischer Getränke von Hefen und Bakterien während der Gärung gebildet werden.

Histamin kommt im menschlichen Körper, aber auch in Pflanzen und Bakterien vor. Bei einer Allergie wird es vermehrt vom Körper gebildet und löst die Heuschnupfen-Symptome aus. Histamine sind in unserem Organismus eigentlich körpereigene Abwehrstoffe. Da das Allergen aber fälschlicherweise vom Organismus als schädlich identifiziert wird, reagiert er mit der Ausschüttung von Histamin. Heuschnupfenmittel sind deshalb auch als Antihistaminika bekannt.

Besonders viel Histamin in Rotwein

Rotwein enthält insgesamt mehr Histamin als Weißwein, Sekt oder Bier. Beim Bier gibt es Unterschiede: Obergäriges Bier enthält mehr Histamin als untergäriges und auch alkoholfreies enthält Histamin.

Beim Genuss von Alkohol nimmt der Körper nicht nur zusätzliches Histamin auf, sondern ihm wird gleichzeitig auch ein erhöhter Bedarf des Abwehrstoffes signalisiert, weshalb er noch mehr davon produziert. Außerdem hemmt Alkohol das Enzym Diaminoxidase. Dieses ist für den Histaminabbau im Körper verantwortlich. Zusammengefasst: Der Körper nimmt mehr Histamin auf, stellt selber mehr her und baut es weniger schnell ab. Heuschnupfen-Symptome werden so weiter verstärkt.

Klarer Alkohol ist verträglicher

Die britische Organisation „Astma UK“ hat in einer Untersuchung herausgefunden, dass Heuschnupfengeplagte nicht unbedingt auf Alkohol verzichten müssen. So sollen beispielsweise Wodka und Gin – also klare Spirituosen – die Symptome einer Pollenallergie nicht weiter verschlimmern. Diese Alkoholsorten enthalten keine Histamine. Ein Wodka-Cocktail oder Gin-Tonic beeinflusst die allergischen Reaktionen also nicht.

Das bedeutet allerdings nicht, dass Alkohol nun bedenkenlos getrunken werden kann. Zumal der Genuss besonders die Wirkung vieler Antiallergika und Antihistamine stark beeinflusst. Hinweise dazu finden Sie auf dem Beipackzettel der Medikamentenpackungen.

Bei Allergie auch auf Ernährung achten

Auch bei der Ernährung sollten Sie im Falle einer Pollenallergie aufmerksam vorgehen: Es gibt Lebensmittel, die besonders viel Histamin enthalten oder dieses bei ihrer Verdauung im Körper freisetzen. Dazu gehören unter anderem lange gereifter Hartkäse, hefehaltige Produkte und geräuchertes Fleisch wie Salami. Außerdem können etwa Obst und Nüsse sogenannte Kreuzallergien auslösen. Darin enthaltene Stoffe ähneln manchmal den allergieauslösenden Pollen so sehr, dass der Organismus das nicht unterscheiden kann.

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