Comeback ist gescheitert
Kult-Getränk aus Hamburg verschwindet – vermutlich für immer
07.08.2026 – 10:19 UhrLesedauer: 2 Min.
Nach fast 50 Jahren steht ein früher vor allem bei Kindern beliebtes Getränk endgültig vor dem Aus. Vor einigen Jahren verschwand es schon einmal vom Markt.
Die „Punica-Oase“ versiegt offenbar für immer: Das Hamburger Unternehmen Columbus Drinks hat den Vertrieb des Fruchtsafts eingestellt. Der Grund für diesen Schritt ist anhaltende Erfolglosigkeit, wie die „Lebensmittel Zeitung“ am Freitag berichtet.
Im vergangenen Jahr seien gerade einmal noch rund 350.000 Flaschen „Punica“ verkauft worden. Columbus-Chef Jörg Harder zog daher ein wenig positives Fazit: „Der Endkunde hat durch sein Kaufverhalten dem Handel den Grad seines Interesses signalisiert und der Handel hat daraufhin entschieden“, sagte er der Fachzeitung.
Columbus Drinks steigt aus „Punica“-Projekt aus
Bereits zum Jahreswechsel hätten Columbus Drinks, das für den Vertrieb in Deutschland zuständig war, und Markeninhaber Tropicana Brands Group aus den USA die Zusammenarbeit beendet. Abgesehen von noch vorhandenen Restbeständen werden neue „Punica“-Flaschen nicht mehr in die deutschen Supermärkte geliefert.
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Tropicana äußerte sich bislang nicht dazu, wie es mit „Punica“ weitergehen soll – oder ob. Der Konzern sei 2025 nur knapp an einer Pleite vorbeigeschrammt, berichtet die „Lebensmittel Zeitung“. Gestiegene Preise für Rohstoffe, ein harter Wettbewerb und sinkendes Interesse von Verbrauchern hätten Tropicana unter Druck gesetzt.
Ursprünglich 1977 vom Hamburger Saftproduzenten Dittmeyer gegründet, landete die Marke nach mehreren Verkäufen beim US-Riesen PepsiCo. 2022 wurde die Herstellung zum ersten Mal komplett eingestellt. Im Frühjahr 2024 brachten Columbus Drinks und Tropicana Brands „Punica“ dann zurück auf den Markt.
„Punica“ ist Kult-Getränk der 1990er Jahre
Besonders erfolgreich war „Punica“ in den 1990er Jahren, als der Saft als erfrischender Durstlöscher für Kinder positioniert wurde. Bis zu 200 Millionen Liter sollen damals pro Jahr verkauft worden sein.
Columbus Drinks und Tropicana Brands waren deshalb optimistisch, dass das „Punica“-Comeback von Erfolg gekrönt sein würde. Im ersten Jahr nach der Rückkehr in die Supermarktregale wollte man bis zu zehn Millionen Saftflaschen verkaufen. Mittelfristig hatten die Unternehmen sogar bis zu 50 Millionen Liter angepeilt.
