Vergleich mit großer Tabelle
Robo-Advisor: Worauf Sie bei der Auswahl achten sollten
Aktualisiert am 19.06.2026 – 07:25 UhrLesedauer: 5 Min.
Klassische Bankfonds sind meist teuer. Wer sein Depot selbst verwaltet, muss viel Zeit investieren. Eine Lücke wollen Robo-Advisors für die digitale Vermögensverwaltung schließen. Was sie leisten und worauf Anleger achten müssen.
Egal, ob es um eine Einmalanlage oder einen monatlichen Sparplan geht, die zentrale Frage ist immer gleich: Wie lege ich mein vorhandenes Geld am besten an? Die Beratung durch Finanzexperten und Banken ist mitunter mit hohen Gebühren verbunden. Eine Alternative sind günstige Depot-Anbieter, bei denen Anleger ihr Geld eigenständig verwalten können, wodurch nur geringe Kosten entstehen.
Das Problem dabei: Viele Menschen fühlen sich unsicher, ihr Geld auf eigene Faust anzulegen. Hier sollen nun Robo-Advisors Abhilfe schaffen. Ein Robo-Advisor ist eine digitale Vermögensverwaltung, die Geld auf Basis der individuellen Risikobereitschaft und persönlichen Vorstellungen automatisiert mithilfe von Algorithmen investiert. Zudem greift ein Robo-Advisor auch regelmäßig ein, um die Anlageziele an die Entwicklungen anzupassen.
Robo-Advisors sitzen also zwischen Bankberater und Do-it-yourself-Depot.
Doch Vorsicht: Die Angebote am Markt unterscheiden sich nicht nur bezüglich der Kosten. Worauf es beim Robo-Advisor-Vergleich wirklich ankommt, schlüsselt dieser Ratgeber auf.
Was ist ein Robo-Advisor und wie funktioniert er?
Ein Robo-Advisor ist im Kern ein digitaler Finanzberater, der ein Depot steuert. Statt Aktien-, Anleihen-ETFs bzw. Geldmarkt- oder Immobilien-Fonds selbst auszuwählen, erhalten Anleger eine automatisierte Zusammenstellung auf Grundlage ihrer Wünsche. Das Versprechen der Anbieter: Eine digitale Geldanlage, die emotional unbeeinflusst, rein rational und wissenschaftlich fundiert arbeitet.
Der Robo-Advisor (Robotik und Advisor=Ratgeber) ersetzt also den menschlichen Anlageberater. Sie teilen ihm genauso mit, wie risikobereit jemand ist und wie viel Geld er anlegen möchten. Auf Basis individueller Wünsche springen im Hintergrund finanzmathematische Algorithmen an, die die passenden Anlageklassen auswählen und nach persönlichem Risikoprofil gewichten.
Robo-Advisor finden: So funktioniert unsere Suche
Die Suche nach dem passenden Robo-Advisor ist einfach zu bedienen. Tippen Sie den gewünschten Anlagebetrag ein und wählen Sie die verfügbare Anlagedauer aus. Mit Klick auf „Berechnen“ können Sie den Vergleich der Robo-Advisors starten. Die Ergebnisliste zeigt die aktuelle Performance an und listet auch die Gebühren auf. Ein kleines Tortendiagramm zeigt, wie der Robo-Advisor Ihr Geld anlegen würde. Eine ausführliche Anleitung finden Sie am Ende des Textes.
Der Ablauf bei einem Robo-Advisor ist vergleichbar mit dem Gespräch bei einem Bankmitarbeiter:
- 1. Interview: Zu Beginn beantworten Sie Fragen zu Ihrer Risikobereitschaft und geben an, wie viel Geld Sie einmalig oder auch regelmäßig monatlich anlegen wollen. Auch Anlageziele werden abgefragt. Damit wird versucht, herauszufinden, welcher Anlagetyp Sie sind.
- 2. Portfolio-Erstellung: Auf Basis der abgefragten Daten ermittelt der Robo-Advisor einen Anlagemix, meist bestehend aus kostengünstigen, breit gestreuten, passiven Indexfonds.
- 3. Rebalancing: Verschiebt sich das Verhältnis der Anlagen im Laufe der Zeit, etwa weil Aktien stark steigen, greift der Algorithmus ein. Er verkauft überbewertete Anteile und kauft unterbewertete nach, um Ihr gewähltes Risikoniveau stabil zu halten.
Wichtig: Für den Robo-Advisor fällt eine Gebühr an. Die liegt meist zwischen 0,3 und 1 Prozent des verwalteten Vermögens. Zusätzlich müssen Sie noch mit Kosten für die ETFs rechnen, in die investiert wird. Wenn günstige ETFs gewählt werden, kommen noch 0,1 bis 0,3 Prozent Kosten dazu. Diese Kosten schmälern Ihre Rendite. Wenn Sie pro Jahr ein Plus von 6 Prozent machen, sind es bei angenommenen Gesamtkosten von 1 Prozent dann nur noch 5 Prozent Rendite.
