„Unser Stadion ist kein Hotel“

HEBC gegen den BVB im Volkspark – HSV-Fans empört


23.06.2026 – 10:50 UhrLesedauer: 2 Min.

Großer Jubel beim HEBC (Archivbild): Als Hamburger Pokalsieger nimmt der Oberligist erstmals am DFB-Pokal teil. (Quelle: IMAGO/Niklas Heiden)

Es ist das größte Spiel des HEBC: Der Oberligist trifft im DFB-Pokal auf den BVB. Das Duell findet im Volkspark statt – bei den HSV-Fans kommt das nicht gut an.

Seit Anfang Juni steht bereits fest, dass der Hamburg-Eimsbütteler Ballspiel-Club, kurz HEBC genannt, im DFB-Pokal auf Borussia Dortmund trifft. Als Amateur hat der Hamburger Pokalsieger auf jeden Fall ein Heimspiel. Nun ist klar, wo das größte Duell der bisherigen Vereinsgeschichte des Klubs stattfindet.

Die Eimsbütteler können nicht auf ihrem heimischen Professor-Reinmüller-Platz spielen, weil die Sportanlage den Anforderungen für den DFB-Pokal nicht genügt. Für das Erstrundenspiel gegen den BVB zieht der HEBC deshalb ins große Volksparkstadion. Das gab der HSV am Dienstagmorgen bekannt. „Ein Traum geht in Erfüllung! Wir freuen uns enorm“, kommentierte der Oberligist auf Instagram.

HEBC verdient mehr als 200.000 Euro im DFB-Pokal

Der Umzug dürfte sich finanziell für den HEBC auszahlen: 2024 kamen rund 51.000 Zuschauer in den Volkspark, als Phönix Lübeck dort im DFB-Pokal ebenfalls gegen den BVB antrat. Von den Einnahmen aus den Ticketverkäufen gehen in der ersten Runde 90 Prozent an die Vereine, die sich die Gelder jeweils zur Hälfte teilen.

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Zudem sind dem HEBC mehr als 200.000 Euro als Prämie aus der Zentralvermarktung des DFB bereits sicher. Der HSV wiederum dürfte finanziell durch eine Miete von dem Spiel profitieren.

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Das Pokalspiel gegen Borussia Dortmund wird am 1. oder 2. September ausgetragen. Die genaue Ansetzung durch den DFB ist noch offen. Auch zum Ticketverkauf folgen nähere Informationen erst später.

Scharfe Kritik von HSV-Fans

Bei den HSV-Fans kommt die Entscheidung, den Volkspark erneut zu für einen fremden Verein, nicht nur positiv an. „Unser Stadion ist kein AirBnB“, „Nichts gelernt“, „Unser Stadion ist kein Hotel“ oder „Aus Sicht der Fans: Beschissen“ lautet die Stoßrichtung vieler Kommentare unter einem HSV-Beitrag auf Instagram.

In der Vergangenheit hatten Fans auch mit Bannern auf der Nordtribüne dagegen protestiert, dass die „Rothosen“ ihre Heimstätte an Schachtar Donezk, Dynamo Kiew und eben Phönix Lübeck vermieteten.

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